Sachsen reisen gerne nach Thüringen

Leben am Fluss in Erfurt (Foto: Una Giesecke)

Für Familien hält das Nachbarland Erlebnisse für alle Sinne bereit.

Die Dresdner sind ausgesprochen reiselustig: Das belegen unter anderem 33 500 Besucher, die die diesjährige Reisemesse stürmten. Besonders für den Kurz-, Wellness- und Familienurlaub schauen sich die Landeshauptstädter gern nach näher gelegenen Zielen um. Am benachbarten Freistaat Thüringen schätzen sie die gute Erreichbarkeit und die außergewöhnliche Vielfalt an Landschaften, Sehenswürdigkeiten und Erholungsangeboten. Wandern im Thüringer Wald ist ebenso beliebt wie Sightseeing in Eisenach, wo das Unesco-Welterbe Wartburg über der Stadt thront, oder Kuren in Bad Sulza. Und dass die Thüringer ihre Gäste nicht nur mit Bratwurst und Klößen, sondern auch mit Raffinessen der modernen Küche verwöhnen können, hat sich herumgesprochen. Gefühlt halb Dresden macht sich am ersten Juli-Wochenende auf nach Rudolstadt. Dort steigt Deutschlands renommiertestes Festival für Roots, Folk und Weltmusik. Wer in diesem Sommer mit Kindern eine Reise nach Thüringen plant, sollte einen Zwischenstopp in Arnstadt einlegen. Durch einen weitläufigen Park mit einfallsreichen Geräten auf dem Spielplatz und der romantischen Burgruine gelangt man zum Schlossmuseum mit der Puppenstadt Mon Plaisir. All die dargestellten Stübchen mit Handwerkern und Alltagsszenen sind auch für Jungs interessant. Und unterm Dach kann man in der Bach-Ausstellung Comics über das Leben des berühmten Komponisten und seiner weit verzweigten Familie anschauen oder über Kopfhörer lustigen Musikstückchen lauschen.
Straßenmusikern zuhören und auf der Wiese liegen oder am lauschigen Flussufer sitzen kann man – wer hätte es geglaubt – mitten in Erfurt. Die berühmten Bummelmeilen Anger und Krämerbrücke bieten viele Plätzchen zum Draußensitzen und Seele-baumeln-Lassen. Und wer mal eine etwas andere Stadtführung erleben möchte, bucht diejenige „im Sitzen“: In der Barfüßerruine erzählt eine Schauspielerin mit Lichteffekten, Puppen und Schattenspiel spannende Geschichten aus der weit über 1 250 Jahre alten Stadt.
„In Ilmenau, da ist der Himmel blau, da tanzt der Ziegenbock mit seiner Frau“ – diese Worte sind als hübsche Statue in der Goethestadt ebenso zu entdecken wie der Goethe-Wanderweg. Den Bauhaus-Schüler Wilhelm Löber holt zurzeit eine Sonderschau aus dem Vergessen. Im 100. Jubiläumsjahr Bauhaus lohnt zudem – abgesehen vom absoluten Muss Weimar – ein Abstecher nach Gotha, wo eine Sonderschau Oskar Schlemmer gewidmet ist. (UG/BH)

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