Krawalle bei Dynamo-Aufstiegsspiel: Erster Prozess beginnt

Ermittlungen zu Dynamo-Randale gehen weiter
Am 16. Mai kam es beim Dynamo-Aufstiegsspiel zu Ausschreitungen. // Foto: Steffen Kuttner

Neun Monate nach den Ausschreitungen vor dem Rudolf-Harbig-Stadion beginnt am Montag der erste reguläre Prozess am Amtsgericht Dresden. Ein Täter war schon im Juli in einem beschleunigten Verfahren verurteilt worden.

Im aktuellen Fall wird zwei Männern im Alter von 24 und 30 Jahren unter anderem schwerer Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Das Schöffengericht hat vorerst drei Verhandlungstage eingeplant. Den Angeklagten drohen mehrjährige Freiheitsstrafen.

Bei dem Heimspiel am 16. Mai 2021 traf der damalige Drittligist Dynamo Dresden gegen Türkgücü München (4:0) an. Wegen der Corona-Pandemie fand das Spiel ohne Zuschauer statt. Im nahe gelegenen Großen Garten hatten sich Tausende Menschen eingefunden, um den Aufstieg der Dresdner in die 2. Bundesliga zu feiern. Noch während des Spiels griffen mehr als 500 gewaltbereite Fans Polizisten mit Pyrotechnik an. 185 Einsatzkräfte wurden bei den Krawallen verletzt.

Auch mehrere Fans wurden verletzt. Die Polizei nahm 40 Randalierer fest. Das Ausmaß der Gewalt löste Entsetzen aus. Polizei und Staatsanwaltschaft Dresden ermitteln auch jetzt noch gegen bislang mehr als 600 ausgemachte Täter. Über 200 konnten von einer Sonderkommission bereits identifiziert werden, ein Großteil hat sich selbst nach der Veröffentlichung von Fahndungsbildern gestellt.

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