Erstes Ukraine-Baby in Dresden geboren

Mama Iryna mit ihrer Tochter Kassia - das erste ukrainische Baby, das in der Uniklinik Dresden zur Welt kam. Foto: UKD/Kirsten Lassig

Zum ersten Mal entbindet eine geflüchtete Ukrainerin im Uniklinikum Dresden. Das kleine Mädchen kommt zu früh, aber gesund zur Welt.

Die kleine Kassia kam am 16.März in der Dresdner Uniklinik zu Welt – zwei Monate zu zeitig, mit 1.860 Gramm und 43 Zentimetern zwar sehr klein und zart, aber gesund. Auch ihrer Mama Iryna Mykhaylyk (31) geht es gut.

Die junge Frau war bereits am 25. Februar, einen Tag nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine, aus ihrer Heimatstadt Odessa nach Lwiw geflohen. Als auch dort geschossen wurde, floh sie mit ihrem Mann weiter über Polen nach Deutschland, wo sie in Bautzen bei Freunden untergekommen sind.

Als jetzt bei Iryna in der 32. Schwangerschaftswoche die Wehen begannen, kam sie sofort auf die Kinder-Intensivstation im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Das Ärzteteam um Prof. Pauline Wimberger, Direktorin der Uni-Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, ist als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe auf Frühgeburten spezialisiert. Die Spontangeburt sei komplikationslos verlaufen. „Für Kassia und ihre Mutter ist es jetzt vor allem wichtig, zur Ruhe zu kommen. Hierbei unterstützen wir gern“, so Prof. Wimberger.

Bis die kleine Kassia 2.500 Gramm wiegt, wird sie noch in der Klinik bleiben.

Universitätsklinikum unterstützt ukrainische Patienten

„Die Hochschulmedizin Dresden steht solidarisch an der Seite der Ukraine. Wir alle sind bewegt von den Schicksalen. Selbstverständlich beteiligen wir uns an Unterstützungsaktionen und versorgen kranke Menschen aus der Ukraine“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand am Uniklinikum Dresden. Aktuell wurde der interne Dolmetscherpool aufgestockt – hier engagieren sich ukrainisch sprechende Mitarbeitende der Hochschulmedizin Dresden ehrenamtlich und helfen bei der Kommunikation.

Zum anderen besteht auch die Chance, hie einen neuen Job zu bekommen. Fachkräfte in der Pflege, die in einem einjährigen Programm auf den in Deutschland geforderten Stand an praktischen Fähigkeiten und theoretischen Wissen gebracht werden, haben nach der Absolvierung der „Modularen Anpassungsmaßnahme Pflege“ die Chance, als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann langfristig im Team des Uniklinikums weiterzuarbeiten.

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