Elaskon baut Konservierungshalle

Tobias Schwald (li.) und Jan Dünnebier, Leiter der Service Station, laden vom 2. bis 4. Mai zu Korrosionsschutztagen mit Beratung zum Thema Korrosion und Unterbodenpflege ein. Die Servicestation auf der Lohrmannstraße 3 hat an den drei Tagen von 7.30 bis 18 Uhr geöffnet Foto: Pönisch

Wohnmobile, die nicht konserviert sind und ein schwieriges, aber machbares Exportgeschäft: Wie die Traditionsfirma aus Reick aktuelle Herausforderungen meistert.

Dass die Hersteller von Wohnmobilen diese im Zuge des Produktionsprozesses nicht konservieren, also keine spezielle Unterbodenpflege machen, mag für das Fahrzeug selbst und für den Geldbeutel seiner Besitzer nicht gut sein. Für Elaskon ist es auf jeden Fall gut. Denn jedes nicht „abgeschmierte“, sprich unterbodengepflegte Wohnmobil ist ein potenzieller Werkstattauftrag für die alteingesessene Firma auf der Lohrmannstraße in Reick.

Neue Konservierungshalle für Wohnmobile

Weil auch Wohnmobilisten wollen, dass ihr Gefährt lange hält, investieren sie also gern auch in Unterbodenpflege. Und weil in der Elaskon Servicestation auf der Lohrmannstraße immer öfter nach dem entsprechenden Service gefragt wird, hat sich das Familienunternehmen entschlossen, kräftig zu investieren. „Wir bauen in diesem Jahr eine eigene Konservierungshalle für Wohnmobile, Kleinbusse und Transporter“, sagt Elaskon-Geschäftsführer Tobias Schwald. Rund 600.000 Euro will er sich die 14 Meter breite und 20 Meter lange Halle kosten lassen und daraus ein Konservierungsschutz-Center machen.
Mit Fertigstellung dieser Halle soll auch der Mobile Service von Elaskon neu ausgerichtet werden. „Künftig werden wir Konservierungsaufträge in ganz Deutschland mit einem eigenen Netzwerk an Partnern und Subunternehmen ausführen“, erklärt Tobias Schwald. „Bisher waren unsere eigenen Teams unterwegs, um beispielsweise Landmaschinen, Parklift-Garagen oder Passagiertreppen für Flugzeuge zu konservieren.“ Die neuen Partner sollen in der neuen Konservierungshalle geschult werden, verstärkt auch zum Thema Wohnmobil.

Ukraine-Konflikt und explodierende Kosten

Was dem Geschäftsführer des Familienunternehmens derzeit Sorgenfalten auf die Stirn treibt, sind der Krieg in der Ukraine und alle damit verbundenen Auswirkungen. „Wir haben vor vier Jahren komplett auf Gas als Energiequelle umgestellt. Doch jetzt sind die Kosten in kürzester Zeit um 350 Prozent gestiegen. Deshalb haben wir jetzt einen Heizölbrenner angeschafft und unsere alten Heizöltanks wieder aufgefüllt“. so Schwald.
Auch der Einkauf von Rohstoffen gestaltet sich schwierig. „Auf der einen Seite bekommen wir von wichtigen Lieferanten nur begrenzte Kontingente an mineralölbasierten Produkten oder Handelsware, damit sie ihre Preise jederzeit anpassen können. Auf der anderen Seite wollen sich auch unsere Kunden bevorraten und bestellen größere Mengen. Das ist eine schwierige Situation.“
Dazu kommt, dass die Geschäfte mit Russland und der Ukraine zum Erliegen gekommen sind, was aktuell allein beim Ukraine-Geschäft zu Umsatzausfall von rund einer dreiviertel Million Euro führt. „Wir sind trotzdem optimistisch, dass wir dieses Jahr meistern und die Kunden uns treu bleiben.“

2022: Umsatzsteigerung und neue Stellen

Derzeit arbeiten bei Elaskon Dresden 89 Mitarbeiter, weitere 15 im Schmierstoffzentrum Süd in Kempten/Allgäu, das Elaskon 2021 übernommen hat. Der Umsatz soll in diesem Jahr um fünf Prozent auf 33,2 Millionen Euro steigen. Zum Vergleich: 2010 betrug er 19,5 Millionen.

Korrosionsschutztage 2.-4. Mai, 7.30 bis 18 Uhr, Beratungstermine unter 0351/207 4951

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