Neuer Skatepark in Gorbitz

Skatepark Gorbitz EWG
Am 4. November wird das 3.300 m2 große Areal offiziell feierlich eingeweiht. Foto: EWG/Toni Kretschmer

Skaten, Ball spielen, mit BMX-Rädern fahren: Die Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft (EWG) hat in Gorbitz einen einzigartigen Skate-, Streetsport- und Begegnungspark gebaut.

Gorbitz hat einen neuen Anziehungspunkt für Sportbegeisterte: Am Omsewitzer Ring nahe der Coventrystraße gibt es jetzt einen einzigartigen Streetsport- und Begegnungspark. Hier kann man skaten, mit BMX-Rädern fahren, Fußball oder Basketball spielen, sich mit Freunden treffen oder dem Treiben von den vielen Sitzflächen aus einfach nur zuschauen. Anfang 2023 wird zusätzlich eine Tischtennisplatte aufgestellt.


Die ganze Anlage wurde als „Flow-Park“ gebaut, was bedeutet, dass die Fläche aus vielen Freiformelementen besteht und verschiedene „fließende“ Fahrwege anbietet. Außerdem überschneiden sich die Flächen für Sportarten wie Fußball oder Basketball. Sie wurden ohne Zäune oder Abgrenzung gebaut und ermöglichen vielfältige Begegnungen. Die Elemente der Skateanlage wurden als Unikate aus Spritzbeton und mit hohem manuellem Aufwand modelliert. Damit bekommt das Areal einen einzigartigen Charakter und ist auch ein Highlight für die stark vernetzte und reisefreudige Skateszene im In- und Ausland.

Wie der Skatepark entstand und wer alles dabei war

Den Anstoß für die Neugestaltung des Areals gaben vom Skaten begeisterte Gorbitzer Jugendliche, die im „Treberhilfe e.V.“ organisiert sind. Sie standen im regelmäßigen Kontakt mit der Mitarbeiterin für Soziales bei der EWG und hatten wie die Genossenschaft den Wunsch, das Vandalismus- und Müllproblem auf der damaligen Skatefläche zu lösen.
Im November 2019 fand ein erster Workshop der EWG und der Treberhilfe statt, um Ideen für die künftige Nutzung des Areals zu sammeln. Hier entstand der Kontakt zum Skateverein „248 Wheels e.V.“, der dem Vorstand der EWG Beispiele moderner Skateanlagen in ganz Europa präsentierte. Mit ansteckender Begeisterung, denn im Anschluss gründete die EWG eine Projektgruppe und suchte ein Planungsbüro für die Konzeption einer neuen Skateanlage.


Mit der Firma „Endboss“ wurde ein erfahrenes Planungsbüro für Skate- und Streetsport-Anlagen gefunden, das auch durch seine Herangehensweise überzeugte. Die Planer zogen im Frühjahr 2021 für einige Wochen in eine Wohnung der Genossenschaft in Sichtweite der Skateanlage ein und beschäftigten sich auf Streifzügen intensiv mit dem Charakter des Stadtteils und den Bedürfnissen der in Gorbitz lebenden jungen Leute. Darauf aufbauend lebten vier Künstler und Künstlerinnen drei Monate vor Ort und erforschten auf künstlerische Weise den Stadtraum, um Potenziale und Besonderheiten des Stadtteiles herauszuarbeiten.

Durchdachtes Baukonzept: Altes wird genutzt


Nachhaltig bauen heißt nicht nur Grünes oder Photovoltaik auf Dächer platzieren, sondern auch vorhandene Materialien erneut nutzen. So wurden nahezu alle alten Oberflächen und Elemente, die nicht wieder verwendet werden konnten, zerkleinert und in der Tragschicht eingebaut. Frühere Betoneinfassungen finden sich als Sitzelemente wieder, ehemalige Absturzgeländer markieren heute den Eingang.
Das gesamte Areal, das früher durch seine „Kessel-Lage“ schwer einsehbar war, wurde angehoben und wirkt heute durch die offene Gliederung einladend und sicher.

Die neue Anlage: Magnet für Dresdner Skateszene


Als sie die Modernisierung der Anlage ins Auge fasste, hatte die EWG zunächst die jungen Gorbitzer im Blick. Zugleich wollte die Genossenschaft die in die Jahre gekommene Skateanlage sanieren, welche um das Jahr 2000 gebaut wurde und immer häufiger Ziel von Vandalismus war.
Inzwischen steht fest: Der neue Streetsport-Park wird sich sehr schnell zum Treff für die gesamte Dresdner Skateszene entwickeln.

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