Richtfest an der Villa Romy

Villa Romy
Bauherr Jens Hewald, Zimmerer Roman Kube und Architekt Falk Leinert (v.l.n.r.) Foto: PR Sportwerk

Vor wenigen Tagen gab es am Weißen Hirsch hinterm Parkhotel Grund zum feiern: Am 6. November wurde der neue Dachstuhl der Villa Romy fertig, eine Woche später lud Bauherr und Parkhotel-Besitzer Jens Hegewald zum Richtfest ein.

Im Sommer nächsten Jahres ziehen hier im Erdgeschoss und in der ersten Etage ein modernes Dialysezentrum und in der zweiten Etage ein Hotel mit zwölf Zimmern ein und in einem Teilbereich des Kellers entsteht eine neue Lagereinheit für die Firma Spotlight Music.
Er habe sich mit dem Umbau der Villa Romy ein Großprojekt vorgenommen, sagt Jens Hegewald. „Von der Bautzner Landstraße aus ist gar nicht zu erahnen, welche Großbaustelle sich derzeit hinter dem Parkhotel auftut. Im Inneren des Gebäudes muss nahezu alles ausgetauscht und unter Auflagen des Denkmalschutzes neu aufgebaut werden.“ Der Umbau berge viele Herausforderungen. Auch daher wurde das Richtfest mit allen Beteiligten gebührend gefeiert.

Villa Romy
Foto: PR/Sportwerk

Villa war mal Teil eines VEB-Kombinates

Die Villa Romy wurde zwischen 1911 bis 1914 als Teil des Gesamtkomplexes Parkhotel gebaut und hatte eine Nutzfläche von rund 1.600 Quadratmetern. Zu DDR-Zeiten war sie ein Teil des Elektronikkombinats. Danach wurde im Dachgeschoss eine Wohnung vermietet. Die Mieterin hieß mit Vornamen Romy, weshalb das damals nur eingeschossige Gebäude nach ihr benannt wurde. Noch bis Anfang 2024 wurde das Erdgeschoss durch den Parkhotel-Mieter Spotlight Music genutzt, der während der Bauphase interimsmäßig eine Lagermöglichkeit im Keller erhalten hat.
Der Umbau des Gebäudes begann im Juni 2024. Architektonisch orientiert er sich an den Bestandsplänen von 1911, allerdings erweitert um zwei Geschosse. Das Dachgeschoss wurde „neu interpretiert“, da keine historischen Vorgaben vorhanden waren. Zudem wurden alle Stützen entfernt und eine große Halle geschaffen. Die bisherigen dünnen Bestandsdecken hätten der neuen Nutzung nicht standgehalten. Die oberste Etage soll mit Holz gebaut werden, um eine CO2-Neutralität zu schaffen.
Im Januar 2026 werden die Fenster eingebaut, dann beginnt der Innenausbau. Danach kommen Fassade und Außenanlagen dran. Die Villa erhält Balkone, wie schon vor über 100 Jahren geplant, aber aus Geldmangel nie verwirklicht, und ihr Haupteingang entsteht an der nördlichen Seite. Auch die Aufstockung des östlichen Verbindungsbaus von der Villa bis zum Haupthaus im Rohbau soll bis März fertig sein.