In der Ruhe liegt die Urgewalt

Auch bei uns weit vorne in den Charts: Machine Head & Sänger Robert Flynn (vorn). Foto: PR
Auch bei uns weit vorne in den Charts: Machine Head & Sänger Robert Flynn (vorn). Foto: PR

Weltweite Erfolge, ausverkaufte Konzerte und plötzlich bekommt der Leadsänger keinen Ton mehr heraus. Robert Flynns Stimme versagte kürzlich auf der Bühne in Frankreich nach nur fünf Liedern. Kurz darauf meldete er sich, stark hustend und sichtlich mitgenommen, per Videobotschaft an seine Fans. Flynn entschuldigte sich und verwies auf einen viralen Infekt, der den Hünen unter den Bandleadern – für den Moment außer Gefecht gesetzt hat.
Härte mit Hirn
Die kalifornische Band Machine Head, gegründet 1991, gehört längst zur ersten Garde der neueren Metalmusik-Geschichte. Zwar wird ihr Stil oft in die Schublade „Neo-Trashmetal“ gesteckt. Doch das greift definitiv zu kurz. Dafür haben Robert Flynn & Co. im vergangenen Vierteljahrhundert schon viele zu viele musikalischeEinflüsse abgeschöpft und zu einem typischen harten, aber in sich ausgereiften Live-Gemisch verarbeitet.
Das heißt vor allem: Wer schon einmal ein Konzert der Band erlebt hat, erinnert sich zwar an einen hohen Lautstärkepegel. Allerdings auch daran, dass die harten Weisen hier nicht ohne Sinn und Verstand nach vorne gewalzt werden, sondern dass die Songs oft bis ins Detail durchdacht und -komponiert sind. Die Folge ist, dass sich durchaus auch Musikhörer aus den seichteren Gefilden überraschend wohlfühlen könnten bei den harten, aber intelligent werkelnden Musikern aus dem US-Sonnenstaat. (tv)

25. Februar, 20.30 Uhr, Alter Schlachthof, Karten für 38,45 Euro unter
Tel. 0351 4864 2002

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