Heizkosten zu hoch? So findet man Fehler in der Abrechnung!

Wer es im Winter gern warm hat, sollte dann genau auf die Abrechnung schauen. Foto: Verbraucherzentrale
Wer es im Winter gern warm hat, sollte dann genau auf die Abrechnung schauen. Foto: Verbraucherzentrale

Mit Bangen erwarten zahlreiche Mieter ihre jährliche Heizkostenabrechnung. Nicht nur weil sie von dem mitunter seitenlangen Zahlenwirrwarr überfordert sind, sondern auch weil die Abrechnung häufig mit Nachzahlung endet.
„Jede zweite Heizkostenabrechnung ist falsch? Hartnäckig hält sich seit Jahren diese Aussage“, weiß Ulrike Körber, Energieberaterin der Verbraucherzentrale. Diese Zahl stammt aus einer Fehlerstatistik von 2010 der durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz seit 2001 überprüften Abrechnungen. „Pauschal können wir in Dresden das so nicht bestätigen“, beschwichtigt sie. „Da hat sich inzwischen einiges getan. Aber genau hinzuschauen, lohnt sich immer.“
Die Abrechnungen werden in der Regel durch einen Messdienstleister im Auftrag des Vermieters erstellt. Gerade bei Großvermietern existiert daher ein gewisser Standard. „Man muss vor allem zwischen formellen Fehlern wie der Schreibweise des Namens und echten fachlichen Fehlern wie der falschen Zuordnung der Verbrauchsdaten unterschieden“, sagt die Energieexpertin der Verbraucherzentrale. Zum Beispiel kann es bei Heizungen mit Öl als Brennstoff schon mal passieren, dass die verbrauchten Liter Öl nicht ordnungsgemäß aus dem jeweiligen Anfangs- und Endstand ermittelt wurden.
Die Verfahrensweise der Abrechnung erfolgt nach der Heizkostenverordnung. Viele vergessen, dass nicht nur für verbrauchte Heizwärme Kosten entstehen, sondern auch für die Warmwasserbereitung.

Systematisch durcharbeiten

Außerdem gibt es immer einen sogenannten Grundkostenanteil, der von der Wohnungsgröße abhängig ist.
Ein Problem ist es auch, wenn die Abrechnung erst am letzten Tag des zulässigen Zeitraums im Briefkasten landet. Die Daten auf den Ablesegeräten erlöschen mitunter an diesem Tag und können dann nicht mehr kontrolliert werden. Ulrike Körber rät daher, diese Zahlen bereits vorher abzuschreiben.
Wie kann man sich nun systematisch durch seine Heizkostenabrechnung arbeiten? Worauf sollte das Augenmerk liegen und was können die Ursachen für einen hohen Heizverbrauch sein? Diese und weitere Fragen beantwortet Ulrike Körber in einer Infoveranstaltung der Verbraucherzentrale in Dresden.

Infoveranstaltung: Die Heizkostenabrechnung – ein Buch mit sieben Siegeln?
2.11., 17 Uhr, Verbraucherzentrale, Fetscherplatz 3, 01307 Dresden. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter Tel. 0351 4593484 oder per E-Mail an: vzs.bzd@vzs.de

 

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