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Dresden sucht Wahlhelfer

Adelheid Neupert (li. hinten) und Wahlleiterin Sandra Engelbrecht (r.) entrollen das erste Plakat. Foto: Una Giesecke Adelheid Neupert (li. hinten) und Wahlleiterin Sandra Engelbrecht (r.) entrollen das erste Plakat an der Wilsdruffer Straße. Foto: Una Giesecke

Dresden sucht Wahlhelfer

An der Wilsdruffer Straße entrollt sich vor den Kameras der Journalisten ein Plakat. Mit dieser medienwirksamen Aktion startete am Dienstag ein Aufruf an die Dresdner Bürgerschaft zur Mithilfe bei der Bundestagswahl am 24. September. „Jeder kann ein Ehrenamt ausüben“, ist Adelheid Neupert überzeugt. Die 68-Jährige ist seit 1990 Wahlhelferin. „Davon lebt die Demokratie“, meint die Dresdnerin und begründet ihr Engagement: „Als ich groß geworden bin, waren wir noch nicht frei.“

In den 27 Jahren seither hat sich das Wahlvolk verändert. „Früher kamen die Leute in Kittelschürze mit Lockenwicklern. Heute ist es ein schöner Akt der Freiheit, zu dem man die Kinder mitbringt“, erzählt Adelheid Neupert. Am Anfang habe man sich in Wohnzimmern getroffen. „Und bis heute sind im Kern die gleichen Leute dabei.“ Deshalb unterstützt die Seniorin aus Bühlau die Rathaussuche nach frischen Kräften mit ihrem Gesicht auf Plakaten und Postkarten. Und Marcel Schneider, Wahlhelfer seit vier Jahren, pflichtet ihr bei: „Demokratie ist Luxus, der aber auch Pflichten mit sich bringt.“

Erfrischungsgeld, Schulung und Dank

3 300 helfende Hände werden an dem Wahlsonntag gebraucht. Voraussetzungen sind das Mindestalter 18 Jahre, die deutsche Staatsbürgerschaft, Wahlrecht und der Hauptwohnsitz seit mindestens drei Monaten in Deutschland, vorzugsweise Dresden. Als Aufwandsentschädigung gibt es ein Erfrischungsgeld von 25 bis 50 Euro. Wahlvorsteher, Schriftführer und Stellvertreter erhalten Schulungen.

Doch das ist nicht der Hauptgrund für Adelheid Neupert, sich zu engagieren. „Viele fühlen sich ohnmächtig, weil ,die da oben machen, was sie wollen‘.“ Im Ehrenamt könne man aktiv dabei sein, im Kleinen etwas bewegen für das große Miteinander. „Und ein Tag im Jahr ist nicht zu viel verlangt“, findet sie. Und Dank ist des Ehrenamtlers Lohn, erinnert sich die Dresdnerin: „Der damalige Oberbürgermeister Herbert Wagner hatte eine Schnapszahl im Verzeichnis. Da kam er dann mit Sekt zur Auszählung.“

Bei einem erstmaligen Einsatz werden Interessierte als Beisitzer eingesetzt. Damit lernen sie zunächst den Ablauf im Wahllokal kennen. Bewerber mit Erfahrung können auch als Wahlvorsteher oder Schriftführer sowie deren Stellvertreter berufen werden.Am Wahltag selbst sind die Urnenwahlräume von 8 bis 18 Uhr geöffnet. In dieser Zeit kann ein Schichtbetrieb für den Wahlvorstand organisiert werden. Ab 18 Uhr beginnt die Auszählung der Stimmen. Dabei muss der Vorstand vollständig anwesend sein. Die Briefwahlvorstände beginnen ihre Arbeit ab 15 Uhr im Rathaus. Anmeldung: Theaterstraße 6, Zimmer 227; www.dresden.de/wahlhelfer, E-Mail: wahlhelfer@dresden.de oder Tel. 0351 4881118 Für krankheitsbedingte Absagen am Wahltag werden Reserveleute gesucht für kurzfristige Einsätze.

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