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Cornelia Funkes „Herr der Diebe“ funkt am Dresdner Staatsschauspiel

v. l.: Mosca (Daniel Séjourné), Riccio (Lucas Lentes), Wespe (Marina Poltmann), Scipio (Emil Borgeest), Victor (Moritz Dürr), Bo (Tillmann Eckardt) und Prosper (Paul Wilms) Foto: Sebastian Hoppe v. l.: Mosca (Daniel Séjourné), Riccio (Lucas Lentes), Wespe (Marina Poltmann), Scipio (Emil Borgeest), Victor (Moritz Dürr), Bo (Tillmann Eckardt) und Prosper (Paul Wilms) Foto: Sebastian Hoppe

Dresden. Was machen Erwachsene eigentlich? Auf die unschuldige Kinderfrage gibt Cornelia Funke in ihrem Bestseller „Herr der Diebe“ die Antwort: „Arbeiten, telefonieren, Kaffee trinken, einkaufen, Rechnungen bezahlen …“

Klingt nicht so spannend und so hängen die Brüder Prosper und Bo lieber mit Freunden in einem Unterschlupf in Venedig ab, wohin sie vor ihrer Tante geflohen sind. Die Geschichte ist über Buch und Film bekannt, nun wird sie am Dresdner Staatsschauspiel erzählt.

Die Inszenierung dauert mit Pause zwei Stunden und eignet sich gut als Familienstück, nicht nur in der Weihnachtszeit. Denn obwohl die offizielle Altersbeschränkung ab acht Jahren angibt, waren selbst Sechsjährige von der Premiere am 11. November begeistert. Abgesehen von einem kurzen Stroboskopeffekt und einem kleinen Theaterdonnerblitz blieb die Lautstärke kindgerecht, waren die Lieder zur Gitarre fast unverstärkt und zum Mitsingen geeignet.

Zum Mitmachen lädt auch das Programmheft ein. Dort finden sich die Liedtexte und Kulissen-Bastelbögen. Sie gleichen denen auf der Bühne, die sich dreht und Venedig mit seinen Brückchen und Türmchen, Plätzen und Gassen wunderbar illustriert. Effektvoll ist die bühnenhohe und breite Leinwand, auf die Schattenspiele und Meereswogen projiziert werden.

Die Schauspieler agieren mit sichtlich Spaß am Ensemblespiel und punktgenauen Gags. Die meisten Lacher erntet Philipp Lux, sei es als Nonne oder als Pudel. Sympathiepunkte bekommen auch Nadja Stübiger als Ida und Moritz Dürr als Victor. Es sind diese Figuren, die den Kindern am Stückende das Erwachsenwerden erleichtern, weil sie sehen, dass es nicht automatisch erfordert, dafür Träume und Freundschaften aufzugeben.

19.11., 16 Uhr; 22.11., 19 Uhr, 29./30.11., 10.30 Uhr sowie weitere im Dezember, Karten ab 11 Euro: Tel. 0351 4913555, www.staatsschauspiel-dresden.de

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