Blitzer an der Bergstaße lohnt sich

Mehr als 5000 Autofahrer haben Post von der Bußgeldstelle bekommen, seid der Blitzer an der Bergstraße steht. Foto: Christian Juppe
Neue Verkehrsregeln etwa zur Verschärfung von Fahrverboten sind aus rechtlichen Gründen unwirksam. // Foto: Christian Juppe

Seit Februar steht der Blitzer an der Bergstaße, und nach Angaben der Stadtverwaltung sind inzwischen Bußgeldforderungen in Höhe von 130 000 Euro zusammengekommen.
Das wäre genug Geld für drei neue Blitzer-Kästen. Inzwischen wurden durch die Messungen an der Bergstraße 5573 Ordnungswiedrigkeitsverfahren eingeleitet, wovon der
Großteil der Verstöße geringe Tempoüberschreitungen seien, so die Stadt. Die Kosten für das Verfahren liegen im Durchschnitt bei etwa 23 Euro. Einige Raser wurden auch schon fotografiert, die gemessene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 104 Kilometern pro Stunde. Das Tempolimit beträgt auf der Bundesstraße 170 an dieser Stelle allerdings nur 50 km/h.

Zu hohe Stickoxid-Messwerte

Der Blitzer wurde im Februar von der Stadt aufgestellt, weil die benachbarte Messstation vergleichsweise schlechte Werte für die Luftqualität anzeigte. Vor allem die Stickoxid-Grenzwerte wurden in den vergangenen Jahren dort immer wieder überschritten. Umweltexperten machen den Straßenverkehr dafür verantwortlich. Der Blitzer soll dafür sorgen, dass die Fahrer bergauf nicht noch extra Gas geben. Ob die Luft tatsächlich sauberer geworden ist, kann zur Zeit noch nicht ermittelt werden, die Ergebnisse der Messuungen liegen noch nicht vor. Längerfristige Messungen seien für eine Auswertung nötig, so das Landesumweltamt. Allerdings ist die Verkehrsregelung recht inkonsequent. Denn nur etwa 300 Meter weiter dürfen Fahrzeuge 70 km/h fahren, auch bergauf. Überlegungen, das zu ändern, werden im Straßenbauamt
derzeit nicht angestellt. Ein Grund, so die Behörde: An der Straße befänden sich keine Wohnhäuser, die geschützt werden müssten. (DAWO)

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