Jeder dritte Student klagt über Kopfschmerzen – TU Dresden will Abhilfe schaffen

Immer mehr Studierende haben Kopfschmerzen. // Foto: pixabay

Deutschlands akademischem Nachwuchs machen Kopfschmerzen stark zu schaffen. Rund 64 Prozent der 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland leiden darunter. Fast jeder Dritte der Betroffenen ist durch Kopfschmerzen sogar sehr schwer beeinträchtigt. Nimmt man die mäßig Beeinträchtigten hinzu, kommt man bundesweit auf etwa 900 000 Studierende, deren Alltag durch Kopfschmerzen deutlich eingeschränkt wird.

Fehlzeiten verringern

Das Pilotprojekt „KopfHoch“ soll das ändern. Es kann Studierenden sowie Hochschulmitarbeiten dabei helfen, Kopfschmerzen effektiv und nachhaltig vorzubeugen. Zum Einsatz kommt das Projekt während der Pilotphase in der Technische Universität Dresden, in der Humboldt-Universität zu Berlin und die Fachhochschule Kiel.

„Dass so viele Studierende unter Kopfschmerzen leiden, unterstreicht einen dringenden Handlungsbedarf. Wir freuen uns, dass das Projekte ‚KopfHoch‘ auch an der TU Dresden zum Einsatz kommen wird“, sagt Martin Richter, Regionalgeschäftsführer bei der BARMER in Dresden, die das Projekt unterstützen. Es gelte, das Thema Kopfschmerzprävention in den Köpfen der jungen Generation zu verankern und kopfschmerzbedingten Fehlzeiten im Studium sowie im späteren Berufsleben erheblich zu verringern. Am Donnerstag wurde das Projekt bundesweit vorgestellt.

 2,4 Studienausfalltage und Einnahme von Schmerzmitteln

Durchschnittlich 2,4 Studientage gehen Studierenden an Hochschulen durch Kopfschmerzen monatlich verloren. Bei Studierenden mit Migräne sind es sogar 2,7 Studientage. Dies geht aus einer repräsentativen wissenschaftlichen Befragung für das Pilotprojekt hervor. Es gibt viele Arten von Kopfschmerz, beispielsweise Migräne, Spannungskopfschmerz oder auch sogenannter Medikamentenübergebrauchskopfschmerz. Gerade einmal ein Viertel der Betroffenen kennt seinen Kopfschmerztyp. Dennoch nehmen über 90 Prozent Schmerzmittel ohne mit einem Arzt Rücksprache gehalten zu haben. „Vorbeugen ist besser als heilen. Dazu muss man jedoch die Beschwerden verstehen und ihre Erscheinungsweisen kennen. Genau hier setzt das Projekt ‚KopfHoch‘ an“, so Richter.

Mehr zum Pilotprojekt ‚KopfHoch‘

Entwickelt wurde ‚KopfHoch‘ von der ZIES gGmbH (Frankfurt a.M.) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel als wissenschaftlichem Leiter und der BARMER als kooperierender Krankenkasse. Herzstück des Projekts ist die innovative Präventionskampagne „Headache Hurts“, mit der Studierende für das Thema sensibilisiert werden sollen.

Nach dem Prinzip Wissen – Verstehen – Handeln werden das grundlegende medizinische Wissen sowie die wichtigsten Dos and Don’ts der Kopfschmerzprävention vermittelt. Neben einer kompakten Informationsbroschüre gibt es eine Website mit weiterführenden und vertiefenden Inhalten, einen sechsminütigen Film sowie eine als Medizinprodukt zertifizierte App. Die Materialien zeichnen sich durch eine zeitgenössisch-markante Bildsprache aus, die der Kampagne breite Aufmerksamkeit sichern soll.

Weitere Infos zum Projekt „KopfHoch“

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