Sozialamt Dresden vermittelt wieder Schlafplätze an Obdachlose

Kein Mensch in Dresden muss ohne Obdach sein – Hilfen und Angebote im Winter. // Foto: pixabay

Im Winter müssen Menschen, die keine Wohnung haben und auf der Straße leben, nicht im Freien übernachten. Für Wohnungslose stehen in Dresden bis zu 352 Schlafgelegenheiten zur Verfügung. Davon befinden sich 46 Plätze in so genannten Gewährleistungswohnungen. Sieben Übergangswohnheime bieten insgesamt 296 Plätze. Hinzu kommen zehn Notfallschlafplätze in der kalten Jahreszeit. Sie ergänzen als kurzfristige Übernachtungsmöglichkeit von 22 bis 7 Uhr die reguläre Unterbringung in Wohnheimen und Wohnungen. Die Stadt bietet damit Schutz vor Unterkühlung und der Gefahr vor dem Erfrieren. Neben einem sicheren Dach über dem Kopf finden Wohnungslose in den städtischen Wohnheimen außerdem eine niedrigschwellige soziale Betreuung.

Übergangswohnheime offen

„Kein Mensch in unserer Stadt muss ohne Obdach sein“, erklärt Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann und verweist auf die städtischen Schlafplätze. Sie werden durch das Sozialamt vermittelt. Die Behörde hat ihren Sitz an der Junghansstraße 2, 01277 Dresden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dienstags und donnerstags, jeweils von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr persönlich erreichbar. Anrufe werden unter 0351-4884981 entgegengenommen. Außerhalb der Sprechzeiten des Sozialamts können sich Wohnungslose an das im Stadtteil Pieschen gelegene Übergangswohnheim Hubertusstraße 36 c, 01129 Dresden, wenden. Die Notaufnahmestelle ist mit der Straßenbahnlinie 3 sowie den Buslinien 64 und 70 erreichbar (Haltestelle Hubertusplatz), telefonisch unter 0351-20921948.

Außerdem bieten die so genannten Nachtcafés Übernachtungsmöglichkeiten für erwachsene Obdachlose. Die Nachtcafés sind eine Initiative von Dresdner Kirchgemeinden und dem Diakonischen Werk – Stadtmission Dresden e. V. Von November bis März öffnen Gemeinden im täglichen Wechsel ihre Türen für Obdachlose. Dort finden sie Ruhe und Aufenthalt, Begegnung und Austausch, Getränke zum Aufwärmen, eine warme Mahlzeit sowie ein gemeinsames Frühstück. In einigen Nachtcafés besteht die Möglichkeit, sich zu duschen und Wäsche zu waschen. Für den Aufenthalt leisten die Besucher einen symbolischen Beitrag von einem Euro. Geöffnet ist von 20 Uhr bis 7 Uhr. Einlass bis 23 Uhr. Die Nachtcafés ergänzen die regulären Hilfeangebote für Wohnungslose.

Nähere Informationen zu den Nachtcafés:

Damit Wohnungslosigkeit möglichst gar nicht erst entsteht, bietet das Sozialamt vorbeugende Unterstützung für Menschen in Wohnungsnot. Das beinhaltet vor allem Auskunft und Beratung. Droht die Räumung aufgrund von Mietschulden, unterstützt das Sozialamt bei der Antragstellung auf Übernahme von Mietschulden. Außerdem helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Wohnungsfürsorge bei der Suche nach preisgünstigem und bedarfsgerechtem Wohnraum.

Ergänzt wird das städtische Beratungsangebot durch vier Kontakt- und Beratungsstellen in freier Trägerschaft. Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen erhalten hier niedrigschwellige Hilfen im Wohnungsnotfall. Die vier Träger sind das Diakonische Werk – Stadtmission Dresden e.V., die Gemeinnützige Gesellschaft Striesen Pentacon e. V., die Radebeuler Sozialprojekte gGmbH und der Verein für Soziale Rechtspflege e. V.
Weitere niedrigschwellige Angebote für wohnungslose Menschen, die von der Stadt unterstützt werden, sind der Tagestreff „Schorsch“, die Straßensozialarbeit von Heilsarmee und Diakonischem Werk sowie die Straßenzeitung DROBS. Im Winter ist die Heilsarmee mit der sogenannten „Kältestreife“ im ganzen Stadtgebiet unterwegs und bietet Obdachlosen an mehreren Treffpunkten warme Getränke und Suppe sowie Begegnung und Gespräche an.

Weitere Informationen zum Thema:

www.dresden.de/wohnungslosigkeit

www.diakonie-dresden.de/spenden-helfen/nachtcafes

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