Schnee für den World Cup: Nachhaltig? Aber sicher!

Zwei Männer im (Kunst)Schnee: die Organisatoren René Kindermann (links) und Torsten Püschel // Foto: Thomas Eisenhuth für CitySki GmbH

Müder Frau Holle wird beim Skiweltcup mit Kunstschnee geholfen

Seit Nikolaus sind sie im Einsatz: die Schneekanonen in einem leerstehenden Hangar am Flughafen Dresden. Die Snow-Factory von Weltmarktführer Techno Alpin produziert hier das, was essenziell ist für einen Skiwettkampf – Schnee. Und das ist gar nicht unüblich, wie Organisator Torsten Püschel betont: „Sämtliche FIS Weltcup-Veranstaltungen auf Ski finden auf Kunstschnee statt.“

„Grüner“ Schnee und Öko-Strom

Die von TechnoAlpin entwickelte, weltweit modernste Technologie schießt den für den Skiweltcup benötigten Schnee. Mit 100 Prozent grünem Strom, der Nutzung des Wassers aus dem Regenwasser-Sammelbecken vom Dach des Dresdner Flughafens und dank einer kleinen Pumpstation der Firma Warmbold arbeitet die Schneemaschine so ressourcenschonend wie möglich.

Das Besondere am Dresdner Schnee ist, dass für die Herstellung keinerlei chemische Zusätze verwendet werden. „Den zu 100 Prozent grünen Strom für den Betrieb der SnowFactory beziehen wir vom lokalen Energie-Dienstleister DREWAG“, so Torsten Püschel. „Viel wegtauen kann auch nicht, im Hangar ist der Schnee gut geschützt. Durch ein spezielles Verfahren zur Verdichtung des Schnees liegt die Schmelztemperatur außerdem bei rund 15 Grad.“

Ski-Weltcup in Dresden: Event der kurzen Wege

Ein weiteres Plus in Sachen Nachhaltigkeit: Für die Wettkampf-Strecke des FIS Skiweltcup Dresden müssen keinerlei Flächen versiegelt werden. Ein Großteil der Loipe befindet sich auf dem Elberadweg, das Auftragen des Schnees auf Rasenflächen verursacht keine Schäden am Grün. Zudem setzt der Weltcup auf kurze Wege – heißt weniger Kohlendioxid-Ausstoß durch Transporte. So kommen etwa rund 80 Prozent aller Handwerker und Produktionsfirmen aus Dresden und Umgebung.

„Das offizielle FIS Athletenhotel Westin Bellevue Dresden liegt direkt an der Wettkampf-Strecke, bis zu Start und Ziel in der robotron Ski Arena sind es nur fünf Minuten zu Fuß, ein Shuttle-Verkehr ist nicht nötig“, bekräftigt der Organisator.

Nicht zuletzt setzen die Macher auf den ÖPNV: Alle Besucher der robotron Ski Arena können am Wettkampfwochenende mit ihrem Ticket kostenfrei Busse und Bahnen der Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) nutzen, genauso auch alle Medienvertreter und sämtliche Volunteers.

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