Deutlich mehr Staus auf unseren Autobahnen

Stau auf der A4 - leider ein mittlerweile gewohntes Bild. Foto: Kristin Helterhoff
Stau auf der A4 - leider ein mittlerweile gewohntes Bild. Foto: Kristin Helterhoff

17 185 Staus sind 2018 auf Sachsen Autobahnen gemeldet worden. Das sind 24 Prozent mehr als 2017 und entspricht einer Gesamtlänge von 34 279 Kilometern (2017: 26 931). Die Zeit, während der die Verkehrsteilnehmer im 567 Kilometer langen sächsischen Autobahnnetz zum Stillstand gezwungen waren, betrug rund 11 895 Stunden.

A4 trifft die höchste Belastung

Mit durchschnittlich rund 85 000 bis 100 000 Fahrzeugen pro Tag und einem Schwerlastanteil von 15 bis 19 Prozent lag die höchste Verkehrsbelastung auf der A4 zwischen dem Dreieck Nossen und der Ausfahrt Dresden-Nord. Der darin enthaltene Bereich zwischen Dresden Neustadt und Dresden Wilder Mann war neben dem Abschnitt zwischen AD Nuthetal und AD Potsdam der A10 (Berliner Ring) der am höchsten belastete Autobahnabschnitt im gesamten Osten Deutschlands.

28. Juni war der staureichste Tag

Eine hohe Anzahl von gemeldeten Staus gab es auch für das Autobahnende vor dem noch in Bau befindlichen Abschnitt der A72 Chemnitz in Richtung Leipzig. Der staureichste Tag 2018 war in Sachsen Donnerstag, 28. Juni, mit 217 Staumeldungen, 494 Staukilometern und einem Zeitverlust von insgesamt rund 65 Stunden. Am Folgetag, dem letzten Schultag vor Ferienbeginn, verzeichnete der ADAC in Sachsen 170 Staus auf einer Gesamtlänge von 450 Kilometern.

Im Bundesranking befindet sich Sachsen auch 2018 weit unter dem Durchschnitt. Auf die fünf Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen entfielen wie im Vorjahr insgesamt nur 8 Prozent der Staukilometer.

Immer mehr Fahrzeuge auf den Autobahnen

Bundesweit ist die Kfz-Fahrleistung auf den Autobahnen in 2018 um etwa 0,4 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Zahl der Baustellen (+3 %) hat im Bundesdurchschnitt weiter leicht zugenommen. Im Jahresmittel sind mehr als 10 % des Autobahnnetzes von Baustellen längerer Dauer betroffen.

Eine Verbesserung für die Verkehrsteilnehmer auf den staugeplagten Autobahnabschnitten in Sachsen kann es durch ein optimiertes Baustellenmanagement geben. Unter anderem sollte darauf geachtet werden, dass die Anzahl der Fahrstreifen in der Baustelle unbedingt aufrechterhalten wird.

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1 Kommentar

  1. Zeit vom Auto auf Bahn und Öffentlichen Personennahverkehr umzusteigen! Das Auto als Hauptverkehrsmittel hat ausgedient und nicht mehr zukunftsweisend! Wir können es uns schlicht nicht mehr leisten, weiterhin den Planten zu erhitzen. Dazu ist es Aufgabe der Politik, die Weichen dazu zu stellen: Anstatt Nutzer des ÖPNV zu benachteiligen, indem sie teure Tickets zahlen müssen, sollten sie umsonst oder wenigstens günstiger fahren dürfen. Stattdessen sollten Autofahrer zur Kasse gebeten werden, deren teures Straßennetz inkl. Parkplätze bisher allein vom Steuerzahler getragen wurde. Der ÖPNV muss ausgebaut werden, damit das Auto auch wirklich zum größten Teil ersetzt werden kann.
    Und noch ein Kommentar Richtung AfD: Dies ist übrigens AUCH Bürgerwille!
    Wie genau wisst Ihr das denn mit der „Klimalüge“? Klar – wie die Zusammenhänge WIRKLICH sind, weiß am Ende niemand. Auch nicht Ihr! Das wissen wir erst, wenn wir es ausprobiert haben, den Planten mit CO2 vollzupumpen. Wollt Ihr das wirklich ausprobieren????

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