Stadt sperrt eine Spur auf der Nossener Brücke

Die Schäden an der Brücke nehmen zu. (Foto: Sven Ellger)

Viele Autofahrer halten sich nicht an Tempo 30. Die Schäden an der Brücke nehmen zu.

Im Juni hatte die Stadtverwaltung auf der Nossener Brücke in Richtung Löbtau teilweise Tempo 30 verhängt. Weil die letzte Inspektion Risse in einigen Schweißnähten offenbart hatte, musste die Belastung gesenkt werden. Die Stadtverwaltung hatte gehofft, dass das geringere Tempo auf dem Abschnitt, der die Bahngleise überspannt, weitere Schäden verhindert.

Größere Risse

Das hat nicht geklappt. Denn viele Autofahrer halten sich nicht an Tempo 30. Die Risse haben sich in den vergangenen Wochen demnach vergrößert, wie die Verwaltung erklärt. Nun muss anderweitig gehandelt werden. Laut einer Rathaussprecherin standen eine Begrenzung für schwere Fahrzeuge oder das Sperren eines Fahrstreifens zur Wahl. Die Entscheidung ist für die Fahrstreifensperrung gefallen. Das dafür nötige Verfahren wurde bereits eingeleitet. Ab wann die Spur in Richtung Löbtau gesperrt sein wird, beantwortet die Verwaltung vorerst nicht.
Die Rede ist von „absehbar“. Per Pressemitteilung soll rechtzeitig informiert werden. Mit der Sperrung werde dem „Nutzerverhalten“ Rechnung getragen.

Fast jeder Dritte zu schnell

Seit Einführung des Tempolimits Mitte Juni hat das Ordnungsamt dreimal auf der Nossener Brücke geblitzt. Von den etwa 4 500 gemessenen Fahrzeugen waren rund 1 400 zu schnell unterwegs. Geblitzte Autofahrer hatten laut Medienberichten kritisiert, dass das aufgestellte Tempo-30-Schild zu schlecht zu sehen sei. Das Straßen- und Tiefbauamt hat daraufhin reagiert und mittlerweile ein zusätzliches Tempo-30-Schild links neben der Fahrbahn aufgestellt. „Beide befinden sich an den Masten, an denen zuvor auch die Tempo-60-Zeichen hingen.
Ob Autofahrer die Änderung nun besser wahrnehmen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen – dann soll es weitere Radarmessungen geben. Zudem wird Tempo 30 auch bestehen bleiben, wenn die eine Spur wegfällt. Die linke der beiden Spuren weist bisher noch keine derartigen Risse auf, weil diese bisher von weniger Lkws genutzt wurde. Die Verwaltung hofft, dass die Brücke noch so lange wie möglich befahren werden kann. Denn der geplante Abriss und Neubau kann frühestens 2023 beginnen. (DAWO)

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