Dynamo Dresden: Bei der Aufholjagd gestolpert

Auf Dynamo-Trainer Markus Kauczinski kommt in dieser Woche eine Menge Arbeit zu, um seine Truppe für das Auswärtsspiel am Freitag beim FC St.Pauli wieder in die Erfolgsspur zu bekommen. (Foto: S. Manig)

Haarsträubende erste Halbzeit und Schiedsrichter verhindern Dynamos Punktgewinn.

Dynamo Dresden hat im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga einen herben Dämpfer erlitten. In einer umkämpften Partie am Freitagabend hieß es am Ende 2:3 für den SV Darmstadt 98. Im Rudolf-Harbig-Stadion sahen 26 243 Zuschauer die frühe Dresdner Führung durch Husbauer (5.). Nach seinem Lattentreffer in der Schlussphase in Heidenheim kam der 29-jährige Tscheche, der im Winter von Slavia Prag gekommen war, diesmal gleich zu Beginn frei zum Schuss.

Doch die Freude währte nicht lange. Postwendend wurde das Spiel durch Paik (8.) und Ex-Dynamo Kempe (12.) gedreht. Die nervöse und statische Dynamo-Abwehr nebst Torhüter Broll leisteten dabei tatkräftig Schützenhilfe. Die komplette Dresdner Truppe zeigte sich nach dem Rückstand beeindruckt und verunsichert. Im Spiel nach vorn sprangen keine guten Torchancen heraus. Im Gegenteil! Noch vor der Pause stellte Dursun gar auf 1:3 für die „Lilien“.

In Durchgang zwei zeigte Dynamo endlich mehr Angriffsdruck und Patrick Schmidt gelang der 2:3-Anschluss (57.) und eine Viertelstunde später sogar der Ausgleich. Doch Schmidts zweites Tor wurde nach Videobeweis wegen angeblicher aktiver Abseitsstellung von Jannis Nikolaou nicht gegeben – eine mehr als strittige Entscheidung von Schiedsrichter Michael Bacher nach Eingreifen des Video-Schiedsrichters. Kurz darauf fällte der Referee eine weitere enge Entscheidung zu klaren Ungunsten der Dresdner: Dynamos 2,01-Meter-Stürmer Makienok sah sechs Minuten nach seiner Einwechslung Rot nach einem Foul an Darmstadts Torwart Schuhen. Vertretbar, aber Gelb Wäre auch angemessen gewesen. In der hektischen Schlussphase gab es auf beiden Seiten noch reichlich Gelegenheiten zum Torerfolg, doch außer der zehnten „Gelben“ für Patrick Ebert, der im nächsten Spiel auf St. Pauli fehlen wird, passierte nichts Erwähnenswertes mehr.

Fazit: Eine schwache erste Halbzeit kostete Dynamo drei Punkte. Die SGD bleibt dadurch Tabellenletzter in der 2. Fußball-Bundesliga. „Die Niederlage ist die Quittung für unsere Leistung in der ersten Halbzeit. Im zweiten Durchgang haben wir gefightet, alles reingeworfen. Wir müssen das aber über die volle Spielzeit zeigen“, fasste Dynamo-Trainer Markus Kauczinski das Spiel zusammen. EKG

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