Dresden Titans zu Gast bei den EPG Baskets Koblenz

Dresdens Georg Voigtmann. // Foto: DAWO/Archiv

Auf die Titans wartet eine knüppelharte Woche in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Denn aufgrund der Corona-bedingten Zwangspause im Dezember müssen sukzessive noch vier Partien nachgeholt werden. Auf den jetzigen Donnerstag fällt nun das Nachholspiel gegen die EPG Baskets Koblenz, den aktuell Tabellensechsten der ProB-Südstaffel. Im Anschluss wollen die „Titanen“ direkt nach Karlsruhe reisen, dort zweimal nächtigen, um dann am Samstag ihre dritte Begegnung innerhalb von sechs Tagen zu absolvieren. Über diesen taffen „Roadtrip“ könnten die Titans sogar die Tabellenspitze erobern.

Der Gegner – Die Koblenzer werden sich allerdings nicht kampflos geschlagen geben. Dabei sollte sich der geneigte Fan nicht von den letzten vier Ergebnissen täuschen lassen. Zwar konnten die EPG Baskets 2021 noch kein Spiel gewinnen und mussten sich überraschenderweise auch Teams aus den unteren Tabellenregionen geschlagen geben (u.a. 76:86 gegen Frankfurt, 71:80 gegen Karlsruhe). Doch diese Mannschaft weist nach wie vor eine sehr hohe, individuelle Qualität auf und wurde nach fünf Siegen zu Saisonbeginn noch als Favorit gehandelt. Denn der Aufsteiger aus der 1. Regionalliga hatte im Sommer kräftig aufgerüstet. Viele ProA- und ProB-erfahrene Akteure, wie Zaire Thompson von den Seawolves oder Marley Jean-Lois vom FC Schalke 04 konnten erfolgreich ins Deutsche Eck gelockt werden. Auch der deutsche Flügelspieler Brian Butler wechselte aus Kirchheim an die Moselmündung und überzeugt bislang als absoluter Leistungsträger (18.1 Pkt, 7.0 Reb bei 62.7% FG).

Bis zu seiner Verletzung am Jahresanfang befand sich zudem der Amerikaner Daryl Woodmore in bestechender Form (14.8 Pkt, 4.8 Ast, 42.9% 3er). Mit einem lädierten Knöchel setzte er zwei Begegnungen aus und kam bei seinem Comeback letzte Woche dann nur auf fünf Zähler. Gegen Dresden dürfte er indes wieder näher an seiner Normalform agieren. Für alle Fälle haben die Koblenzer Verantwortlichen aber noch nachverpflichtet und dabei, zumindest auf dem Papier, geklotzt, nicht gekleckert. So stießen vom neuen Kooperationspartner Wolmirstedt aus der 1. Regionalliga Ex-Titan Philipp Lieser, die ehemaligen BBL-Profis Anthony Canty sowie Oliver Clay und der ligaerfahrene Bill Borekambi zum Team, was Coach Danny Rodriguez nun den wahrscheinlich tiefsten Kader der Liga managen lässt.

Die Titans – Auch die „Elberiesen“ hatten letzten Sonntag mit einem Ausfall zu kämpfen. Kapitän und Leistungsträger Georg Voigtmann quälte sich mit einer Angina, welche mittlerweile überstanden ist. Der 2,13 Meter-Hüne wird seine Beine also „zusammenfalten“ und ebenfalls die lange Reise im Titans-Bus antreten. Das sind gute Nachrichten für das Trainerduo um Fabian Strauß und Harm-Ubbo Horst. Drei Spiele innerhalb weniger Tage bringen natürlich eine hohe körperliche Belastung für die Spieler mit sich. Da ist es von Vorteil, wenn Voigtmann die Rotation wieder verstärkt. Tief genug ist die Mannschaft in jedem Fall besetzt. Das hat nicht zuletzt der 90:82-Heimsieg gegen Giessen bewiesen, bei dem Max von der Wippel (16 Pkt, 11 Reb) für den fehlenden Voigtmann in die Bresche springen konnte.

Ausblick – Sollte das Team an diese und die weiteren guten Leistungen der Vorwochen anknüpfen können, ist laut Titans-Geschäftsführer Rico Gottwald viel möglich: „Wir wissen sicher um die Qualitäten der Koblenzer. Immerhin konnten sie jetzt kurz vor der verlängerten Wechselfrist auch noch clever nachverpflichten. Die individuelle Klasse ist also extrem hoch. Wir sind in jedem Fall froh, dass Georg wieder mit dabei ist. Wirklich seriös einschätzen lässt sich diese Partie vor dem ersten Aufeinandertreffen aber nicht. Ich bin allerdings guter Dinge, dass wir nicht mit leeren Händen nach Hause fahren müssen, wenn wir so gut als Mannschaft agieren, wie wir es in den letzten Spielen immer wieder gezeigt haben.“

Das Spiel wird live übertragen.

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