So laut ist meine Region

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Die sogenannte Lärmkartierung geht der Belastung entlang vielbefahrener Straßen, frequentierter Eisenbahntrassen oder Flughäfen nach. Und fordert Veränderungen.

Ist die Straße vorm Haus zu laut? Oder dröhnen die Flugzeuge zu sehr, die nachts übers Wohngebiet rauschen? Und ist am Ende die Autobahn eine Lärmquelle, die die Gesundheit von Anwohnern gefährdet? Antworten auf diese Fragen gibt die sogenannte Lärmkartierung, die das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie alle fünf Jahre erstellt.

EU schreibt Suche nach Lärmquellen vor

Grundlage dafür ist die sogenannte Umgebungslärmrichtlinie der Europäischen Union – die vorschreibt, dass Lärmkarten für Ballungsräume, entlang der Trassen der Hauptverkehrsstraßen oder Haupteisenbahnstrecken sowie an Großflughäfen produziert werden müssen. Einsehbar sind Daten dann unter anderem auf der Internetseite des Landesamtes – und zwar über interaktives Kartenmaterial.

Wege zum Schutz vor Lärm finden

Ziel der Lärmkartierung ist es, die „Richtlinien zur Bekämpfung von Umgebungslärm“ umzusetzen. Es geht darum, die Lärmbelastungen und anschließend die Zahl der von diesem Lärm betroffenen Bewohner zu ermitteln. Das wiederum bildet dann die Grundlage für eine Lärmaktionsplanung, die den Kampf gegen krankmachenden Lärm aufnehmen soll. Die betroffenen Städte und Gemeinden sind gefordert, einen Katalog von Maßnahmen zu erstellen, die Lärmbelastung der Anwohner beispielsweise an wichtigen und vielbefahrenen Straßen zu senken.

Aktuelle Werte sind öffentlich

Aktuell sind es die Daten aus der Lärmkartierung 2017, die unter anderem für die Ballungsräume Dresden, Leipzig, Chemnitz sowie den Großflughafen Leipzig-Halle abrufbar sind. Die Ergebnisse der Lärmkartierung an Haupteisenbahnstrecken wiederum sind auf der Website des Eisenbahn-Bundesamtes einsehbar.

JENS FRITZSCHE

Mehr Informationen finden Sie unter: www.umwelt.sachsen.de/karten oder
web www.eba.bund.de

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