Kultureller Neustart gefordert

Die Livekonzert-Branche liegt seit März 2020 brach. // Foto: Nicholas Green/Unsplash

Die Live Initiative Sachsen fordert die Landesregierung zum Dialog auf.

Die Live Initiative Sachsen (LiSA) hat sich mit einem Positionspapier an die sächsische Landesregierung gewandt. Der Interessensverband der Clubs und Livespielstätten in Sachsen fordert darin eine unmissverständliche Ausgestaltung der Corona-Schutzverordnung. Der Grund: Aktuell seien viele entscheidende Fragen im Hinblick auf eine mögliche Öffnung der Kulturräume nicht hinreichend beantwortet, etwa: Welche Abstandregelungen gelten konkret? Ist das Tragen einer FFP2-Maske auch am Sitzplatz erforderlich?

Nach über einem Jahr Pandemie trägt die Initiative vor allem zwei Forderungen an die sächsische Regierung, insbesondere vertreten durch Barbara Klepsch, Staatsministerin für Kultur und Tourismus, heran, erstens: Klare Aussagen in der Corona-Schutzverordung als oberste Bedingung für mögliche Öffnungsschritte und damit einhergehende Rechtssicherheit. Und zweitens: Einen verbesserten Dialog. Dazu Felix Buchta von LiSA: „Leider hat die Politik unsere Gesprächsangebote bisher nicht oder nur unzureichend wahrgenommen. Dieser ist allerdings unausweichlich, um offene Fragen zu beantworten und gegebenenfalls gemeinsam Lösungen für eine Öffnung von Teilbereichen der Kultur zu entwickeln.“

Die genauen Forderungen sind im Positionspapier auf der Homepage der Live Initiative zu finden. Grundsätzlich fordert LiSA weiterhin die Landesregierung auf, einer Entschließung des Bundestages zu folgen und „Clubs und Musikclubs“ nicht länger als „Freizeiteinrichtungen und -veranstaltungen“, sondern künftig als „Kulturstätten“ zu behandeln, wo sie sich als „Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsort, Musiktheater und ähnliche Einrichtungen für Publikum sowie Kulturveranstaltungen im Außenbereich“ ohnehin bereits selbst verorten.

T.V

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