Semperoper trauert um Rolf Wollrad

Semperoper trauert um Rolf Wollrad
Der sächsische Kammersänger und ehemalige Operndirektor der Semperoper Dresden, Rolf Wollrad, ist tot. // Foto: Erwin Döring

Mit großer Anteilnahme hat die Semperoper Dresden vom Tod ihres Ehrenmitglieds und ehemaligen Operndirektors, dem Bach-Preisträger und Kammersänger Rolf Wollrad, erfahren, der erst vor wenigen Tagen 84 Jahre alt wurde.

Nach dem Studium in Leipzig und Sofia und der Ensemblemitgliedschaft an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul, kam der gebürtige Döbelner 1970 an die Sächsische Staatsoper, wo er 1991 auf Berufung von Intendant Christoph Albrecht die Aufgaben des Operndirektors im wiederaufgebauten Dresdner Opernhaus übernahm. Bereits 1975 ehrte der Freistaat Sachsen Rolf Wollrad für seine künstlerische Leistung mit dem Titel des Kammersängers, 2003 verabschiedete ihn die Semperoper als ihr Ehrenmitglied.

Auch danach blieb der Bass nicht nur in seiner künstlerischen Heimatstadt Dresden ein gefragter Gast in zahlreichen Musiktheaterproduktionen. Seinen endgültigen Abschied von der Bühne nahm Rolf Wollrad 2013 nach 52-jährigem künstlerischen Schaffen auf eigenen Wunsch im historischen Goethe-Theater Bad Lauchstädt, wo ihn sein Publikum zum letzten Mal in der Partie des Dr. Bartolo in Rossinis »Der Barbier von Sevilla« erleben durfte – und ihn seitdem als charaktervollen Sängerdarsteller als Leporello, Rocco, Zar Saltan, Don Magnifico, Don Pasquale und vieler weiterer Partien in Erinnerung hält. 

Die Semperoper Dresden bewahrt dem hochgeschätzten Künstler und ihrem Kollegen Rolf Wollrad ein ehrendes Andenken.

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