Weitere Online-Debatten zum Jüdischen Museum

Braucht Sachsen ein jüdisches Museum?
Das Stadtmuseum Dresden greift das Thema jüdisches Leben als Teil der Stadtgeschichte in einer Intervention „Rethinking Stadtgeschichte: Perspektiven jüdischer Geschichten und Gegenwarten“ in der Dauerausstellung auf. // Foto: Stadtmuseum Dresden

Am Dienstag, 1. März 2022, gibt es eine weitere Online-Veranstaltung zum Thema „Jüdisches Museum für Sachsen“.

Zur Diskussion um ein jüdisches Museum für Sachsen“ diskutieren ab 19 Uhr auf dem Online-Podium miteinander:

  • Léontine Meijer-van Mensch, Direktorin der Staatlichen Ethnografischen Sammlungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
  • Dr. Christina Ludwig, Direktorin Stadtmuseum – Museen der Stadt Dresden
  • Valentina Marcenaro, Vorsitzende Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden e. V.
  • Dr. Gunda Ulbricht, Bildungsreferentin HATiKVA e. V., Dresden

Eine Voranmeldung ist erforderlich bis spätestens Montag, 28. Februar 2022, 15 Uhr per E-Mail an: geschaeftsbereich-kultur@dresden.de. Danach erhalten Sie einen Link zur Veranstaltung.

Inhaltlich soll es u. a. um folgende Fragen gehen:

  • Wie lässt sich jüdisches Leben in Geschichte und Gegenwart gerade in Sachsen am sinnvollsten für ein breites Publikum präsentieren?
  • Und was macht ein Objekt, eine Geschichte, einen Ort oder eine Person überhaupt „jüdisch“?

Weitere Online-Veranstaltungen:

Donnerstag, 10. März 2022, 19 Uhr:

Bürgerforum: Ein Jüdisches Museum für Sachsen in Dresden? – offene Diskussionsrunde
Nach einer kurzen Einführung in den Themenkomplex diskutieren die an der Diskussion Teilnehmenden u. a. diese Fragen miteinander: Braucht es eine solche Einrichtung für Sachsen – und wenn ja, wo und in welcher Form? Was sollten Ausrichtung, Inhalte, Objekte und Zielgruppen sein? Und über was müsste bei all diesen Überlegungen noch bedacht werden?

Eine Voranmeldung ist erforderlich bis spätestens Mittwoch, 9. März 2022, 15 Uhr per E-Mail an: geschaeftsbereich-kultur@dresden.de.

Dienstag, 22. März 2022, 19 Uhr

Thema: Welche Orte stehen für welche Inhalte? Dresdner Standortdiskussionen für ein jüdisches Museum.
Königsufer, Palais Oppenheim, Alter Leipziger Bahnhof, Neubau oder Augmented Reality – oder doch etwas ganz anderes? Die Diskussion um ein „Jüdisches Museum“ manifestiert sich in Dresden bislang vor allem in Standortdebatten.
Genau darüber diskutieren auf dem Online-Podium miteinander:

  • Anja Heckmann, Abteilungsleiterin im Stadtplanungsamt
  • Dr. David Klein, Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz
  • Prof. Dr. E.h. Peter Kulka, Architekt (Dresden/Frankfurt a. M.)
  • Andreas Wohlfarth, Architekt, Präsident der Architektenkammer Sachsen

Eine Voranmeldung ist erforderlich bis spätestens Montag, 21. März 2022, 15 Uhr per E-Mail an: geschaeftsbereich-kultur@dresden.de

Alle Veranstaltungen werden von Oliver Reinhard moderiert, stellvertretender Feuilleton-Chef der
Sächsischen Zeitung.

Hintergrund

Seit einigen Jahren werden in Dresden Überlegungen für ein „Jüdisches Museum für Sachsen“ angestellt. Der Dresdner Stadtrat nahm diese Impulse auf und beschloss am 22. April 2021, die Gründung eines überregional angelegten „Jüdischen Museums“ in Dresden zu forcieren und mögliche Standorte prüfen zu lassen. Zeitlich parallel hat der Leipziger Stadtrat einen ähnlichen Beschluss gefasst, wodurch die Aktualität des Themas für Sachsen unterstrichen wird.

„Mit der Eröffnung der Synagoge und des jüdischen Gemeindezentrums 2001 war zunächst städtebaulich eine Wunde geschlossen und der Neubau wurde der Jüdischen Gemeinde als ein Akt der Wiedergutmachung übereignet. Ein Ort der dauerhaften Repräsentanz jüdischen Lebens als Teil der Dresdner Stadtgeschichte, des gesellschaftlichen Diskurses und der Vermittlung war damit jedoch nicht entstanden. Zwei Jahrzehnte nach Weihung der neuen Synagoge und in einer zunehmend von Diversität geprägten Stadtgesellschaft gilt es nunmehr, die Vision eines Jüdischen Museums für Dresden und die Region vertieft zu betrachten. Der vielfach angesprochenen Standortfrage sind dabei zunächst konzeptionelle Überlegungen voranzustellen. In Kooperation mit dem Stadtmuseum lade ich die Öffentlichkeit dazu ein, sich in die Überlegungen für ein Jüdisches Museum einzubringen.“, so Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus.

Das Stadtmuseum Dresden greift das Thema jüdisches Leben als Teil der Stadtgeschichte in einer Intervention „Rethinking Stadtgeschichte: Perspektiven jüdischer Geschichten und Gegenwarten“ in der Dauerausstellung auf. Im begleitenden Blog kommen in Zusammenarbeit mit dem Historiker Daniel Ristau seit Oktober 2021 Akteurinnen und Akteure zu Wort, die sich den grundlegenden und inhaltlichen Herausforderungen des Themas zuwenden, teils auch konkrete Umsetzungsformen und Standorte vorschlagen. Die Blog-Beiträge sind nachlesbar unter https://www.blog-stadtmuseum-dresden.de/

Um die öffentliche Diskussion zu verstetigen, wurde Ende Januar mit einer Online-Veranstaltungsreihe begonnen. Die erste Veranstaltung am 24. Januar 2022 mit dem Titel „Braucht Sachsen ein jüdisches Museum?“ ist inzwischen als Videomitschnitt abrufbar.

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