Petition: 12.000 Unterschriften für Palais Sommer

Palais Sommer
Der Palais Sommer zieht jedes Jahr Tausende Besucher an. // Foto: Franziska Sommer

12.195 Petenten bekunden in drei Wochen mit ihrer Unterschrift ihre große Verbundenheit mit dem traditionsreichen Dresdner Festival für Kunst, Kultur und Bildung

Von Bremen bis nach Zürich, von Südtirol bis nach Frankreich, Belgien und Schweden reicht die Unterstützung. Es gab 3.908 befürwortende Kommentare. 46 Prozent bezeichneten sich als persönlich von der Entscheidung des Staatsbetriebes Sächsischen Immobilien- und Baumanagement (SIB) und des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen betroffen.

Jörg Polenz, Geschäftsführer der KFA Kultur für alle gGmbH: „Der in der Petition offenbar gewordene große Zuspruch ehrt uns sehr und macht Mut. Wir spüren einen enormen Rückhalt. Daraus ziehen wir die Kraft, die Entscheidung nicht einfach hinzunehmen und den Kopf in den Sand zu stecken, sondern für unser Festival zu kämpfen und einen in die Zukunft führenden Weg zu finden.“

Die Ergebnisse der Petition werden jetzt an den Sächsischen Landtag übergeben. Die von Palais Sommer-Freundeskreismitglied Jens Wagner über die Online-Plattform „Open Petition“ gestartete Petition richtet sich an die sächsische Landesregierung und fordert einen Erhalt des Palais Sommers und eine Korrektur der Vergabeentscheidung.

Hintergrund

Der Palais Sommer findet seit 12 Jahren im Sommer am Japanischen Palais statt und ist eines der größten eintrittsfreien Kulturfestivals Sachsens.

Wurden zur Premiere 2009 rund 5.000 Besucher gezählt, wuchs die Zahl in den letzten Jahren auf über 100.000. Rund 180 eintrittsfreie Veranstaltungen (u.a. Lesungen, Konzerte, Yoga, Kino) mit 300 Künstlern finden in jeder Saison im Park des Japanischen Palais statt.

Der Palais Sommer finanziert sich mit Ausnahme einiger Corona-Hilfen ausschließlich aus privaten Mitteln. Die Dresdner spenden jährlich rund 300.000 Euro für das Programm.

Die Ausschreibung für das Areal zur Sommerbespielung von 2022 bis 2027 hatte ein Mitbewerber gewonnen, der deutlich mehr Geld für die mehrwöchige Nutzung des Parks geboten hatte.

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