Mehr Abfall in Coronazeiten

Fast 8.000 Tonnen Müll landeten im vergangenen Jahr in den städtischen Sperrmüll-Containern.

Die Zahlen für 2021 belegen es: Die Pandemie schlägt sogar auf die Abfallbilanz der Stadt durch.

Mehr Online-Einkäufe, mehr Abfall – so könnte man stark verkürzt die Abfallbilanz des vergangenen Jahres skizzieren.
191.658 Tonnen Abfälle – und damit über 5.500 Tonnen mehr als 2020 – landeten in den Entsorgungsfahrzeugen und auf den Wertstoffhöfen der Stadt. Pro Kopf waren das mit 345 rund zehn Kilogramm mehr Abfall als 2020.

Steigerung bei allen Abfallarten

Das Mehraufkommen an Müll zeigte sich hauptsächlich in der Gelben Tonne, bei Glas und Papier. In der Bilanz stieg die erfasste Tonnage dieser Wertstoffe um 1.600 auf 55.701 Tonnen (2020: 54.105t). Den höchsten Anteil darunter hatten Papier, Pappe und Kartonagen. Jeder Dresdner entsorgte davon rein rechnerisch etwa 45 Kilo. Die Ursache dafür scheint klar: Auch im zweiten Corona-Jahr wurde viel online eingekauft und nach Hause geliefert. Gleichzeitig stieg die Zahl der Blauen Tonnen an, rund 3.000 neue Behälter wurden im letzten Jahr neu in Sammeltouren und Entsorgung eingegliedert.


Auch beim Bioabfall zeigt die Kurve nach oben. 2021 landeten knapp 1.500 Tonnen mehr Bioabfälle in den Behältern (von 26.363t 2020 auf 27.851t 2021), pro Einwohner bedeutet dies eine Zunahme von etwa 2,7 Kilogramm.
Dass der Anteil der Grünabfälle stiegt, ist nicht zuletzt dem vielen Regen im letzten Sommer zu verdanken. Der ging als regenreichster seit 1961 in die Dresdner Geschichtsbücher ein und sorgte für entsprechendes Pflanzenwachstum.

Was sonst noch so zusammenkam

Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr 446 Tonnen illegal entsorgter Rest- und Sperrmüll sowie Grünabfall von öffentlichen Flächen eingesammelt – darunter 260 Kühlgeräte, 332 Bildschirme, 2.799 Elektro-Kleingeräte und 1.623 Reifen. Die Sammlung und Entsorgung der illegalen Ablagerungen kostete etwa 353.000 Euro.


Regulär in der Restmülltonne landeten 75.330 Tonnen Abfall, als Schrott wurden 1.392 Tonnen entsorgt, aus städtischen Papierkörben 766 Tonnen geklaubt und in den Sperrmüll kamen 7.809 Tonnen

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