Artenschutzspürhund entdeckt Seepferdchen am Flughafen

Artenschutzspürhund entdeckt Seepferdchen am Flughafen
Quelle: Hauptzollamt Dresden

Zollbeamte haben bei der Kontrolle einer Luftfrachtsendung am Flughafen Leipzig-Halle 844 getrocknete Seepferdchen gefunden. Das Paket sollte aus dem Senegal über Deutschland nach Laos transportiert werden.

Der bei der Kontrolle eingesetzte Artenschutzspürhund zeigte an dem Packstück an, was die Aufmerksamkeit der Zöllnerinnen und Zöllner auf den Inhalt der Sendung lenkte. Beim Öffnen kamen 844 Stück getrocknete Seepferdchen mit einem Gewicht von rund fünf Kilogramm zum Vorschein.

Der Zoll leistet nach eigenen Angaben mit seinen Kontrollen einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt von Tier- und Pflanzenwelt. Die Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamtes Dresden stellten 2021 in 212 Fällen insgesamt 1965 geschützte Tiere und Pflanzen sowie daraus hergestellte Produkte sicher.

Seepferdchen zählen zu den gefährdeten Tierarten und unterliegen dem Schutz nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen. Dem Pulver aus getrockneten Seepferdchen wird in östlichen Regionen eine heilende und potenzsteigernde Wirkung nachgesagt. Artengeschützte Tiere und Pflanzen sowie daraus hergestellte Waren, die verbotswidrig beziehungsweise ohne die erforderlichen Dokumente ein- oder ausgeführt werden, werden von den Zollbehörden beschlagnahmt. Die widerrechtliche Ein- bzw. Durchfuhr stellt einen Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz dar und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden.

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