Feuerwehr beendet Einsatz im Waldbrandgebiet Sächsische Schweiz

Waldbrand
Der Feuerwehreinsatz im Waldbrandgebiet rund um Bad Schandau kann am Mittwoch beendet werden. //Symbolfoto: Pixabay

Die Situation im Waldbrandgebiet Sächsische Schweiz verbessert sich weiter. Die Dresdner Feuerwehr kann Ihren Einsatz beenden. Einsatzkräfte und Fahrzeuge werden zurück an ihre Standorte verlegt.

Der Verwaltungsstab des Landkreises Sächsische Schweiz/Osterzgebirge hat am Dienstag darüber informiert, dass die Unterstützung der Feuerwehr Dresden nicht mehr notwendig ist. Seit dem 25. Juli waren Einsatzkräfte der Feuerwehr Dresden ununterbrochen im Waldbrandgebiet rund um Bad Schandau im Einsatz. Die Kameraden der Freiwilligen und der Berufsfeuerwehr haben bei der Waldbrandbekämpfung, bei der Löschwasserversorgung, in der Einsatzabschnittsleitung sowie beim Sichern des Grundschutzes ihren wichtigen Beitrag geleistet.

„Dieser Einsatz hat wieder die hohe Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Dresden bewiesen. Ich bin unseren Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr wie auch der Berufsfeuerwehr für ihren motivierten Einsatz sehr dankbar.“ so der Erste Bürgermeister Detlef Sittel. „Gerade bei Großschadenslagen ist es sehr wichtig, dass sich Nachbarn helfen. Die gegenseitige überörtliche Unterstützung im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes sowie im Rettungsdienst wird auch zukünftig bei Großschadenslagen ein wichtiger Erfolgsfaktor sein. Die gute Zusammenarbeit mit unseren Nachbarlandkreisen Sächsische Schweiz/Osterzgebirge und Meißen im Rahmen des Waldbrandgeschehen ist weiterer Ansporn, über Stadt- und Kreisgrenzen hinaus Konzepte zu entwickeln, um bei Großschadenslagen unsere Kräfte zu bündeln.“

800 Einsatzkräfte hielten den Waldbrand unter Kontrolle

Der Einsatz im Katastrophengebiet begann in den Abendstunden des 25. Juli und erfolgte in einem 12-Stunden-Wechselschichtmodell. Zu Beginn war die Feuerwehr Dresden mit einem Kommandowagen als Führungskomponente, einem Hilfeleistungslöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr sowie zwei Tanklöschfahrzeugen und drei Hilfeleistungslöschfahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort. Die Fahrzeuge wurden von insgesamt 21 Einsatzkräften besetzt. In den darauffolgenden Tagen wurde der Kräfteansatz weiter erhöht, so dass es zeitweise über 30 Einsatzkräfte aus Dresden waren.

Hauptaufgabe war, die Wasserversorgung über lange Wegestrecken sicherzustellen. Dazu mussten lange Schlauchleitungen gelegt, Pumpen aufgestellt und betrieben werden. Am Mittwoch, 27. Juli wurde der Kräfteansatz auf 14 Einsatzkräfte reduziert und dauerhaft sichergestellt. Montag, 8. August fuhren sechs weitere Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Striesen mit einem Löschfahrzeug nach Bad Schandau, um in dieser Gemeinde den Grundschutz sicherzustellen.

Laut Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge waren insgesamt 800 Personen in dem Waldbrandgebiet im Einsatz. Den Angaben zufolge waren sie wegen der anhaltenden Trockenheit gefordert, auflodernde Brände aus den Glutnestern im Boden abzulöschen. Die offenen Flammen hätten sich dabei auf den kontrollierten, 150 Hektar großen Bereich beschränkt. Neue Flächen seien nicht betroffen gewesen, hieß es. Im Bereich der Müllerwiesen wurden laut Landratsamt Kreisregner aufgestellt, um die betroffenen Abschnitte flächig zu bewässern.

Der Erste Bürgermeister Detlef Sittel bedankt sich für die Arbeit aller an dem Einsatz beteiligten Personen: „Ich möchte mich bei allen Einsatzkräften der Dresdner Feuerwehr herzlich bedanken, die bei diesem besonderen Einsatz mit hohem persönlichen Engagement ihren Beitrag zur Bekämpfung des Waldbrandes geleistet haben. Die Einsatzfrequenz der vergangenen Wochen und Monate ist außergewöhnlich. Der Einsatz in der Sächsischen Schweiz zeigt einmal mehr, dass die Feuerwehr Dresden in der Lage ist, die an sie gestellten Aufgaben professionell und in hoher Qualität zu lösen. Das trifft nicht nur für die Einsatzkräfte aus den Wachen der Berufsfeuerwehr, den Stadtteilfeuerwehren aus Brabschütz, Bühlau, Cossebaude, Eschdorf, Gompitz, Gorbitz, Kaitz, Klotzsche, Langebrück, Lockwitz, Mobschatz, Niedersedlitz, Ockerwitz, Pappritz, Pillnitz, Rockau, Schönfeld, Weißig, Weixdorf, Wilschdorf, Zaschendorf zu, sondern gilt gleichwohl auch für alle Mitarbeitenden im Rettungsdienst, die Disponenten in der Integrierten Regionalleitstelle und allen im Hintergrund, sei es beim Technischen Dienst, in der Verwaltung und Abrechnung oder der Pressestelle. Wir dürfen jedoch auch nicht die Familien sowie die Arbeitgeber unserer ehrenamtlichen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr vergessen, welche den Einsatzkräften buchstäblich den Rücken freihalten. Hilfe zu leisten und sich gegenseitig zu unterstützen ist eine Aufgabe, die eine Gesellschaft nur gemeinsam leisten kann.“

Im Verlauf des heutigen Vormittags (10. August) werden alle Einsatzkräfte und Fahrzeuge zurück in ihre Standorte verlegt. Die Maßnahmen zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft werden noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Schläuche und Pumpen müssen gereinigt und geprüft werden. Auch Reparaturen sind nötig.  

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