Weinlese in Sachsen gestartet

Weinlese Sachsen
Im sächsischen Elbtal beginnt die Weinlese. Zwischen Pirna und Diesbar-Seußlitz sind die ersten Trauben reif. // Symbolfoto: Pixabay

Im sächsischen Elbtal zwischen Pirna und Diesbar-Seußlitz kann die Weinlese beginnen.

Nach Angaben des Weinbauverbandes Sachsen beginnt die Lese auch in diesem Jahr etwa eine Woche früher Ende August. Beim Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul werden die ersten Solaris-Trauben bereits zwei Wochen früher als im vergangenen Jahr geernet und zwar seit diesem Donnerstag. Das liegt an dem warmen und sonnenreichen Frühling und Sommer, durch den die sächsischen Trauben einen Reifevorsprung von rund zwei Wochen im Vergleich zum langjährigen Mittel besitzen.

„Das Weinjahr 2022 erinnert an die Jahre 2003, 2018 und 2019, die uns ebenfalls mit einer lang anhaltenden Trockenheit und Hitze im Frühjahr und Sommer vor Herausforderungen gestellt haben, später dafür jedoch mit Spitzenrotweinen belohnten. Von den Erfahrungen aus diesen Jahrgängen konnten wir in diesem Jahr profitieren“, erklärt Till Neumeister, der Weinbauleiter von Schloss Wackerbarth. „Mit einer angepassten Bewirtschaftung haben wir unsere Reben dabei unterstützt, die aktuellen Witterungsverhältnisse bestmöglich zu meistern: Neben einer gezielten und ressourcenschonenden Bewässerung, unter anderem in den Steillagen und Junganlagen, gehören dazu auch eine individuell angepasste Bearbeitung des Bodens sowie eine aufwendigere Pflege der Traubenzone. Dank dieser Maßnahmen sind unsere Reben gut durch das bisherige Weinjahr gekommen. Die Trauben sind gesund und präsentieren sich in einem guten Zustand“, fasst Till Neumeister zusammen.

Für verbindliche Aussagen zur Qualität und Quantität sei es allerdings noch zu früh. Auch in diesem Jahr heißt es: Der Herbst macht das Weinjahr. Die kommenden Wochen seien entscheidend für die Erntemenge und den Geschmack der Trauben, so Neumeister weiter. „Wir hoffen, dass die Natur den sächsischen Winzern gewogen ist und sie mit ausreichend Niederschlägen zu den benötigten Zeitpunkten sowie anschließend mit einem goldenen Herbst belohnt. Der Jahrgang 2022 besitzt das Potenzial für Spitzenrotweine aus Sachsen. Die Voraussetzungen dafür hat das bisherige Weinjahr gelegt. Nun liegt es an Petrus, diese in den kommenden Tagen und Wochen zu veredeln.“

Der Weinbauverband Sachsen geht in diesem Jahr jedoch von 10 bis 20 Prozent weniger Ertrag im Vergleich zum Vorjahr aus. „Wir werden nicht 2,5 Millionen Liter haben, sondern eher 2 oder 2,2 Millionen Liter“, sagte der Vorsitzender Felix Hößelbarth.

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