35 neue Stolpersteine in Dresden

Stolperstein
Am Freitag werden in Dresden wieder 35 Stolpersteine verlegt. Foto/Archiv: M. Doering

Am Freitag, 23. September, wird mit den Stolpersteinen vor 18 Häusern an NS-Opfer gedacht.

„Die Stolpersteine sind ein essenzieller und haptisch erlebbarer Bestandteil der Erinnerungskultur auch in Dresden. Sie geben den Opfern des NS-Regimes einen Namen, machen uns auf ihre Biographien, aber auch ihr furchtbares Schicksal, dass sie erleiden mussten, aufmerksam“, sagt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch.

Initiator für die Verlegung der 35 Stolpersteine ist der Verein „Stolpersteine für Dresden e.V.“. Mit der Aktion am kommenden Freitag wird es dann insgesamt 300 dieser Erinnerungsmale in der Stadt geben. Die mit einer goldfarbigen Abdeckung versehenen Pflastersteine sind an Orten zu finden, an denen Menschen vor ihrer Flucht oder Deportation und Ermordung in der NS-Zeit gelebt haben. Die Stolpersteine sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und erinnern an jüdische Menschen, an Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und an die Opfer von „Euthanasie“ und Zwangsarbeit.

Wegbereiter Gunter Demnig

Die Stolpersteine sind ein bundesweites Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Seit 1992 werden am jeweils letzten freiwilligen Wohnort der Vertriebenen oder Ermordeten quadratische, etwa zehn Quadratzentimeter umfassende Betonquader mit einer Messingplatte in das Straßenpflaster eingelassen. Diese kleinen Messingtafeln erzählen durch ihre Inschriften vom Schicksal dieser Menschen.

Die Verlegung der Stolpersteine beginnt 9 Uhr auf der Trachenberger Straße 23 und endet 16.30 Uhr auf der Schäferstraße 9. Hier finden Sie die Route und den Zeitplan der Steinverlegung am 23. September.



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