SachsenEnergie verlegt Trinkwasserleitung, ohne aufzugraben

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Die neue PE-Leitung wird zusammengepresst und in das alte Rohe eingezogen Fotos: SachsenEnergie/Männel

Close-fit heißt ein innovatives Verfahren, mit dem die Sachsen-Energie eine Wasserleitung in die Erde brachte, ohne die Straße aufzureißen.

Wie bekommt man eine Trinkwasserleitung in die Erde, ohne selbige zuvor aufbuddeln zu müssen? Die Lösung heißt Close-fit-Verfahren. Dabei wird in eine alte bestehende Leitung eine neue PE-Leitung eingezogen.

Zusammenziehen, durchziehen, ausdehnen

Auf der Bertolt-Brecht-Allee kann man in diesen Tagen gut beobachten, wie dieses Verfahren funktioniert. Dort liegt ein altes, etwa 650 Meter langes Gussrohr für Trinkwasser im Boden. Statt dieses aus- und ein neues Rohr einzugraben, entschied sich SachsenEnergie für das Close-fit-Verfahren. Dabei wird in das alte Gussrohr das neuePE-Rohr „eingefädelt“. Dabei wird ein sogenanntes Reduzierwerkzeug genutzt. „Mittels starker Walzen wird dieses PR-Rohr zusammenpresst. So wird es um etwa zehn Prozent länger, aber gleichzeitig dünner. Anschließend wird es durch eine Zugvorrichtung mit 80-Tonnen-Zugkraft aus der anderen Richtung durch den alten Grauguss-Strang hindurchgezogen“, erklärt Planer und Bauüberwacher Max Hempel. „Danach legt sich das neue PE-Rohr dank des sogenannten Memory- Effekts automatisch an das alte Rohr an, indem es der Länge nach auf das Originalmaß zurück schrumpft.“
Der erste Leitungsabschnitt zwischen Mansfelder Straße und bereis auf diese Weise erneuert. Im gleichen Verfahren wird in den nächsten Wochen auch die zweite Teilstrecke von der Mansfelder Straße bis zur Borsbergstraße gebaut. Voraussichtlich kann das Projekt Mitte 2023 abgeschlossen sein. Die Kosten dafür belaufen sich insgesamt auf 600.000 Euro.


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Mit 80 Tonnen Zugkraft wird das neue Rohr in das alte gezogen Foto Männel für SachsenEnergie

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