Felsenbühne Rathen: Gojko Mitić spielt in „Peter Pan“ mit

Felsenbühne Rathen Gojko Mitic
Gojko Mitić und Landesbühnen-Intendant Manuel Schöbel | © René Jungnickel

Mit einem hochkarätigen Programm und namhaften Darstellern finden vom 13. Mai bis 10. September 2023 die „Felsenbühnen Festspiele“ im Kurort Rathen statt. Neben Tom Pauls, Jürgen Haase und Tom Quaas sowie dem Ensembles der Landesbühnen Sachsen steht auch Indianerlegende Gojko Mitić auf Europas schönster Naturbühne in Rathen.

Gojko Mitić reist auf der Felsenbühne Rathen ins „Nimmerland“

DEFA-Legende Gojko Mitić verkörpert die Rolle des Häuptlings auf der fiktiven Insel „Nimmerland“ im Familienstück „Peter Pan“. Die Premiere am 13. Mai 2023 markiert den Beginn der Festspielsaison, die im kommenden Jahr 76 Vorstellungen umfasst.


Durch zahlreiche Engagements in Western-Verfilmungen der DEFA wurde Gojko Mitić zum wohl bekanntesten Gesicht des ostdeutschen Fernsehens. 1940 in Serbien gebohren, knüpfte er bereits während seines Sportstudiums in Belgrad als Stuntman und Double in internationalen Produktionen erste Kontakte zum Film. Der Durchbruch gelang ihm 1966 mit der Hauptrolle in „Die Söhne der großen Bärin“.

Von der DEFAStiftung erhielt er 2019 den Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk. Seine über 60-jährige Karriere führte den deutsch-serbischen Schauspieler auch auf die Theaterbühne, u. a. zu den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg, wo er von 1992 bis 2006 regelmäßig zu sehen war. Als Alexis Sorbas brillierte er bei den Schlossfestspielen in Schwerin. 2017, im Jahr des Reformationsjubiläums, stand er an den Landesbühnen Sachsen in der groß angelegten Inszenierung „In Gottes eigenem Land“ nach dem gleichnamigen Roman von Eberhard Görner auf der Bühne.

Gemeinsam mit dem Schauspielensemble des Theaters eröffnetGojko Mitić am 13. Mai 2023 die „Felsenbühnen Festspiele“ im Kurort Rathen mit dem Familienstück „Peter Pan“, das von Manuel Schöbel nach Motiven des weltberühmten Romans für die Theaterbühne adaptiert wurde.

Felsenbühne Rathen
Eröffnungsgala Felsenbühne Rathen Foto: Michael Schmidt Foto: © 2022 Michael Schmidt – http://www.schmidt.fm

„Freischütz“ in einer Neuproduktion

Die zweite Premiere des Sommers 2023 ist am 23. Juni die Neuproduktion von Carl Maria von Webers
„Der Freischütz“. Die romantische Oper verbindet eine langjährige Aufführungsgeschichte mit der Felsenbühne
Rathen, wo sie seit 1956 in insgesamt acht Inszenierungen zu erleben war. Manuel Schöbel setzt mit dieser opulenten Aufführung auf der Freilichtbühne die Reihe der erfolgreichen Opern des Stammrepertoires fort. Paul Song spielt in der Neuinszenierung ab Sommer 2023 den Kaspar. Die Ausstattung besorgt Anja Furthmann, die zuletzt an den Landesbühnen Sachsen für den „Rigoletto“ verantwortlich war. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Hans-Peter Preu.


Neben den beiden Premieren darf sich das Publikum im Jahr 2023 auf vier weitere Erfolgsinzenierungen aus der
vergangenen Saison freuen: Aufgrund der großen Nachfrage kommt Wilhelm Hauffs Märchenerzählung „Das kalte Herz“ in der Regie von Peter Kube und mit Schauspieler und Kabarettist Tom Pauls im nunmehr zweiten Jahr auf die Naturbühne.

Ihre Vielfältigkeit beweist die Elbland Philharmonie Sachsen unter der Leitung von Hans-Peter Preu mit Leonard Bernsteins „West Side Story“. Brillante Musik, mitreißende Choreografien und ein herausragendes Ensemble zogen das Publikum auf der Felsenbühne Rathen bereits im letzen Jahr in den Bann, wo die Inszenierung von Manuel Schöbel 2023 erneut auf dem Programm steht.
Den Spielplan komplettieren Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ mit Tom Quaas in der Titelrolle und der Kinderbuchklassiker „Pettersson und Findus“ mit Jürgen Haase.

Theatereigene Pferdestaffel und bühnentechnische Neuerungen

Ab dem kommenden Sommer galoppiert erstmals eine theatereigene Pferdestaffel über die Felsenbühne Rathen. Titus, Rémusz, Tommy und Jackson standen bisher bei den Störtebecker Festspielen in Ralswieck auf der Bühne. Am 22. September wurden die Tiere auf dem Friesenhof in Radebeul in Empfang genommen, wo sie derzeit von Pferdewirtin Julia Eilenberger vom Landgestüt Moritzburg auf ihr Debüt auf der Naturbühne vorbereitet werden.


Neue Möglichkeiten in der Gestaltung von Inszenierungen sowie beim Auf- und Abbau von Bühnenbildern bietet das jüngst eingebaute und für deutsche Freilichtbühnen einmalige Hubpodium. Ein zentraler, etwa 5 x 1,5 Meter großer Teil der Naurbühne kann künftig versenkt bzw. empor gefahren werden. Erstmals eingesetzt werden soll die versenkbare Bühne in den Inszenierungen „Peter Pan“ und „Der Freischütz“. Der Einbau wurde von der Dresdner Firma SBS Bühnentechnik realisiert.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.