„CarlundCarla“: Vom Ur-Charly zum bundesweiten Flottenanbieter
Wer viel in Deutschland unterwegs ist, wird ihnen schon oft begegnet sein: den Miettransportern, die den Namen „CarlundCarla“ tragen und alle ein „DD“ im Kfz-Kennzeichen tragen. Das Unternehmen in Dresden, das aus einer studentischen Idee entstand, ist längst zur guten Erfolgsgeschichte auf vier Rädern geworden. Heute rollen die Carls und Carlas in 44 Städten.
2011: Mit einem VW aus „Erbmasse“ fing es an
Begonnen hatte alles mit einem „Ur-Charly“, einem VW-T4-Bully Baujahr 1989, den Bastian Thiere 2011 aus einer Erbmasse übernahm. Weil Nutzung, Pflege und Versicherung für den jungen Studenten aber zu teuer waren, hatte er die Idee, sich Kosten und Bus mit befreundeten Studenten zu teilen. Fortan hieß das Gefährt „Charly“ und das studentische „Charly-Sharing“ nahm Fahrt auf. Der T4 wurde beliebter Reisebegleiter und Umzugshelfer, war mit Sitzbänken oder ohne unterwegs und leistete gute Dienste. Was allerdings dazu führte, dass ständig die Frage im Raum stand „Wo ist der Charly und wer hat seinen Schlüssel?“ Was dazu führte, dass die Studenten der „Charly Sharing“-Gruppe ein kleines Steuergerät mit GPS-Modul bastelte, mit dem sich per Anruf die Zentralverriegelung des Bullys öffnen und der Autoschlüssel in Inneren finden ließ. Heute findet sich diese stets weiterentwickelte „Schlüsselidee“in allen Carls und Carlas.
Die Flotte wächst
Ab 2013 wurde das ganze zur Firma CarlundCarla mit mehreren Carls (Transporter) und Carlas (9-Sitzer). Ab 2016 schwärmten die Mietautos in andere Städte aus. Die vier Gründer Bastian Thiere, Martin Wesner, Richard Vetter und Gregor Wendt eröffneten in Chemnitz einen eigenen Standort und gewannen Leipzig und Halle im Franchise dazu. Zu den T4- kamen modernen T6-Modelle dazu und Ende des Jahren waren bereits 100 Busse im Einsatz. Danach ging es Schlag auf Schlag: Stuttgart, Mannheim und Berlin kamen 2017 dazu., ein Jahr später folgten Nürnberg, München, Hamburg und Hannover, wieder ein Jahr später Köln, Düsseldorf, Karlsruhe und Frankfurt/ Main. 2020 wuchs der Fuhrpark um mehrere Crafter namens Carlos und heute sind die weißen Transporter in insgesamt 44 Städten zu finden.
Aktuell erweitert sich das Unternehmen im Dresdner Norden auf einem 2,6 Hektar großen Grundstück auf der Magazinstraße. Inzwischen zählt CarlundCarla zu den TOP 10 der flottenstärksten Nutzfahrzeuganbieter in Deutschland.
Aus den vier gründungsmutigen Studenten sind längst erfahrene Unternehmer geworden. In den nächsten Jahren soll das Angebot weiterwachsen und in über 80 Großstädten etabliert werden. Und wer weiß: Vielleicht rollen Carls, Carlas und Carlos bald auch im deutschsprachigen Ausland?