Deutsche Marktgilde betreibt Dresdner Wochenmärkte bis 2029

Wochenmarkt Lingnerallee
"Käse Maik" auf dem Wochenmarkt an der Lingerallee Foto: Juppe

Die zwölf städtischen Wochenmärkte werden auch in den kommenden vier Jahren von der Deutschen Marktgilde betrieben. Eine entsprechende Vereinbarung bis einschließlich 2029 wurde kürzlich unterschrieben. Kleiner Wermutstropfen: Die Standgebühren werden angehoben.

Neue Standgelder

Seit 2001, also 25 Jahre lang, blieben die Standgebühren stabil. Doch seit 1. Februar müssen die Händler etwas tiefer in die Taschen greifen. Denn mit der Neuvergabe ist eine Anpassung der Gebühren verbunden. Als Gründe dafür sind „allgemeine Kostensteigerungen“ angegeben.
Die neuen, nach Kategorien gestaffelten Preise berücksichtigen mehr Nachhaltigkeitsaspekte wie z.B. den Umgang mit Verpackungen und Maßnahmen zur Abfallreduzierung. Der Quadratmeterpreis steigt für alle Händler von Nahrungsmitteln, Blumen und Pflanzen von 1,60 Euro auf 2,00 Euro netto. Für andere Sortimente sowie für Imbissstände beträgt der Preis bis zu 2,30 Euro pro Quadratmeter. Auch nach der Erhöhung lägen laut Wirtschaftsbürgermeister Jan Pratzka die Standgelder weiterhin unter dem Niveau anderer sächsischer Großstädte.Madeleine Megyesi-Lukaß, Niederlassungsleiterin der Deutschen Marktgilde für das Gebiet Dresden, ergänzt: „Wir sind uns bewusst, dass die Preisänderung eine Herausforderung darstellt. Daher haben wir unsere Kalkulation besonders sorgfältig vorgenommen und uns entschieden, einen Teil der inflationsbedingten Mehrkosten weiterhin selbst zu tragen.“

Umfrage: Wochenmärkte zur Belebung der Innenstadt

Insgesamt gibt es zwölf Wochenmärkte im gesamten Stadtgebiet, zum Beispiel auf dem Alaunplatz, am Böhnischplatz oder an der Lingnerallee. Sie finden je nach Standort an ein bis drei Tagen pro Woche statt. Im März 2025 führte die Stesad eine Besucherumfrage durch, bestehend aus Experteninterviews, Workshops, Händler-Befragungen sowie einer Bürgerumfrage online und vor Ort. Daran nahmen insgesamt 505 Personen teil. Rund zwei Drittel der Befragten besuchen regelmäßig einen innerstädtischen Wochenmarkt, davon 30 Prozent einmal wöchentlich. Ausschlaggebend für den Besuch sind vor allem die Regionalität und Nachhaltigkeit der Waren sowie deren Qualität und Frische, ergänzt durch das besondere Flair der Märkte. Am beliebtesten ist nach wie vor der Sachsenmarkt auf der Lingnerallee, da er sehr gut erreichbar ist und ein sehr gutes Angebot bereithält. Beim Bauernmarkt an der Königstraße überzeugten vor allem der Standort und die Sauberkeit. Gleichzeitig wünschen sie viele Wochenmarktkunden mehr Sitz- und Verweilmöglichkeiten sowie eine bessere Möglichkeit zur bargeldlosen Zahlung.

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