Beste Gesundheit mit bestem Kurkuma aus bestem Anbau?

Kurkuma
Indien Hauptlieferant von Kurkuma Bildquelle: Tanish Mehta via pexels

Die goldgelbe Wurzel aus Südasien, die seit Jahrtausenden in der traditionellen Heilkunde geschätzt wird, hat sich längst einen festen Platz in deutschen Haushalten erobert, wo sie täglich Verwendung findet. Ob nun mit „C“ oder mit „K“, ob als aromatisches Gewürz in den verschiedensten Gerichten, denen es eine besondere Note verleiht. Von vielen wird es auch gezielt als Nahrungsergänzung integriert, was dem allgemeinen Wohlbefinden dienlich sein soll.

Die orange-gelbe Wurzel kann man beim Kochen in unzähligen Variationen einsetzen und es verleiht dem Gericht sogar noch eine Art goldenen Teint. Vielleich mag die Darreichung von Kurkuma via Pulver, Kapseln oder Kurkuma-Extrakten, deutlich praktischer sein, sie sind jedoch nicht halb so lecker, wie eine kulinarische Integration des Asiatischen Klassikers in der eigenen Küche. Als Supplement verwendet, sind die Präparate alle etwas unterschiedlich, hinsichtlich Wirkstoffkonzentration, Bioverfügbarkeit und praktischer Anwendung.

Kurkuma aus unbedenklichem Anbau?

Die wichtigsten Anbaugebiete für Kurkuma liegen in Südasien und den Tropen, hauptsächlich in Indien, außerdem produzieren auch China, Myanmar, Nigeria und Bangladesch; weitere Anbaugebiete lassen sich in der Karibik und Lateinamerika finden. Qualität (Aroma, Farbe, Curcumingehalt) hängt stark von Sorte sowie Klima und Boden ab. Die Qualität hängt bei Kurkuma weniger von dem produzierenden Land ab, sondern mehr von der Anbauregion, der Sorte und einer sauberen Verarbeitung. Wenn man Qualität vor allem über Aroma/Farbe und hohen Curcumingehalt definiert, werden besonders häufig diese vier genannt: „Lakadong“-Kurkuma aus Meghalaya (Indien), „Alleppey“-Kurkuma aus Kerala (Indien), „Erode“-Kurkuma aus Tamil Nadu (Indien) und „Sangli“-Kurkuma aus Maharashtra (Indien).

Bei der Schadstoffbelastung gibt es zwei Ebenen von Relevanz, zum einen die Umwelt-und Bodenbelastung (z. B. Schwermetalle aus kontaminierten Böden, Bewässerung oder Nähe zu Industrie/Verkehr), welche sich in der Wurzel anreichern können. Zum Zweiten sind leider auch Manipulationen / Verfälschungen entlang der Lieferkette dokumentiert wurden. Die Beimischung von gelbem Pigment, wie zum Beispiel Bleichromat, um das Kurkuma-Pulver noch „gelber“ wirken zu lassen, ist logischerweise auch mit teils sehr hohen Bleiwerten im Produkt verbunden und wurde bei Lebensmittelproben in einer aus Bangladesch stammenden Kurkuma-Produktion, entdeckt.

Asiatischer Gewürzmarkt Bildquelle: Tama66 via pixabay

Kurkuma klassisch vielseitig

Gemahlene Kurkuma-Wurzel, die sich heute in nahezu jedem Supermarkt finden lässt, bildet das traditionelle Frisch-Gemüse-Angebot und gehört weltweit zu den Küchen-Standards. Goldene Milch, Currys oder Smoothies lassen sich mit dem stark färbenden Pulver, ohne größeren Aufwand, verfeinern und geschmacklich heben. Kurkuma-Pulver (Powder) enthält allerdings nur zwei bis fünf Prozent Curcuminoide, die Verbindungen, welchen man einige positiven Eigenschaften zuschreibt. Ein anderer Aspekt, den man bei der Verwendung von Curcuma wissen sollte, ist der, dass Kurkuma am effizientesten vom menschlichen Körper aufgenommen werden kann, wenn er in Verbindung mit Fett und schwarzem Pfeffer verwendet wird. Das im Pfeffer enthaltene Piperin kann die Resorption deutlich steigern. Die traditionelle Deutsche Küche geht mit Möhrengemüse bekanntlich genauso um, da es sich mit dem Carotin ganz ähnlich verhält. Ohne zusätzliche Hilfsstoffe gelangt nur ein Bruchteil der wertvollen Inhaltsstoffe in den Blutkreislauf.

Für aktive Menschen bieten wahrscheinlich Kapseln eine der bequemsten Alternativen der Anwendung. Produkte, wie Kurkuma in Kapselform, enthalten oft bereits optimierte Rezepturen und enthalten schon Piperin (aus schwarzem Pfeffer) oder ähnlich funktionierende Absorptionsverstärker, um dem Körper das Kurkumin so leicht als möglich zugänglich zu machen.

Kurkuma-Extrakte – echte Wirkstoffpower


Standardisierte Extrakte, bei denen der Curcuminoid-Anteil durch spezielle Aufbereitungsverfahren auf bis zu 95 Prozent angereichert wird, repräsentieren unter allen verfügbaren Produktvarianten die intensivste Darreichungsform, die für gezielte Anwendungen besonders geeignet erscheint. Technologien, die in den letzten Jahren entwickelt wurden, wie etwa die mizellare Aufbereitung von Kurkuma, bei der fettlösliche Substanzen in wasserlösliche Strukturen eingebettet werden, oder die Herstellung von Phytosom-Komplexen, verbessern zusätzlich die Bioverfügbarkeit der enthaltenen Curcuminoide. Allerdings enthalten reine Extrakte oft nicht mehr alle sekundären Pflanzenstoffe der Wurzel. Diese aufwendig produzierten Konzentrate, kann man meist durch den höheren Preis von unkonzentrierten Kurkuma-Präparaten unterscheiden.

Bildquelle: hd_studio_ Balotra via pexels

Ein Wegweiser der Auswahlkriterien ist der Anwendungszweck

Die Wahl des passenden Präparats hängt maßgeblich vom individuellen Verwendungszweck ab. Für kulinarische Zwecke und eine sanfte, alltägliche Unterstützung eignet sich das klassische Pulver. Es fügt sich nahtlos in die eigene Ernährungsweise ein. Wer sich intensiver mit dem Thema bewusster Ernährung für mehr Lebensqualität auseinandersetzen möchte, findet dort wertvolle Anregungen. Kapseln hingegen eignen sich beispielsweise für Reisen, den Arbeitsalltag oder für Menschen, die den erdigen Geschmack von Kurkuma nicht besonders mögen. Extrakte kommen vor allem dann infrage, wenn eine höhere Konzentration des Curcumin erwünscht wird oder bestimmte Anwendungsbereiche im Vordergrund stehen.

Unabhängig davon, spielen Qualitätsaspekte bei der Auswahl eines geeigneten Produkts immer die zentrale und entscheidende Rolle. Durch biologischen Anbau lässt sich die Belastung mit Pestiziden und Schwermetallen deutlich verringern. Unabhängige Prüfinstitute bestätigen durch Laboranalysen die Reinheit sowie den tatsächlichen Wirkstoffgehalt der Produkte. Seriöse Hersteller veröffentlichen diese Informationen offen auf ihren Produktseiten oder bieten Analysezertifikate zum Download an. Die Herkunft der Rohstoffe verdient ebenfalls Beachtung. Indien und Indonesien gelten als traditionelle Anbaugebiete mit langer Erfahrung. Bei der Integration in den Speiseplan lassen sich interessante Kombinationen entdecken. Natürliche Süßungsmittel können dabei eine geschmackliche Bereicherung darstellen. Wer beispielsweise goldene Milch zubereitet, kann diese mit Honig als natürlichem Geschmacksgeber verfeinern und so ein wohltuendes Getränk kreieren.

Preisleistung

Preiswertes Pulver aus dem Supermarkt wirkt zunächst verlockend, doch der Schein kann trügen. Bei genauerer Betrachtung relativiert sich dieser Vorteil oft. Um eine vergleichbare Menge an Curcuminoiden aufzunehmen, wie sie in konzentrierten Präparaten enthalten ist, wäre eine deutlich höhere Pulvermenge erforderlich, was den vermeintlichen Preisvorteil schnell relativiert. Kapseln im mittleren Preissegment bieten meist ein ausgewogenes Verhältnis von Wirkstoffgehalt und Preis. Premium-Extrakte lohnen sich besonders dann, wenn spezifische Anforderungen an die Supplementierung bestehen oder wenn die bestmögliche Bioverfügbarkeit der Curcuminoide für den Anwender eine besondere Priorität darstellt. Die Entscheidung zwischen Frischware, Pulver, Kapseln und Extrakt folgt keinem universellen Richtig oder Falsch. Es kann auch sinnvoll sein, verschiedene Formen zu kombinieren: Pulver für die Küche und Kapseln für unterwegs. Auf diese Weise lässt sich die goldene Wurzel bestmöglich in den täglichen Lebensalltag integrieren, wobei sich ihre jahrhundertealte Tradition auf natürliche Weise mit den modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen unserer Zeit verbinden lässt.

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