23 Millionen Euro für Dresdens älteste Brücke

Autofrei – diesen Anblick bot die historische Elbquerung aufgrund geringen Verkehrsaufkommens nicht selten. Nach der Sanierung sind individuelle Autos gänzlich verboten. Archivfoto: Una Giesecke

Rund 32 Millionen Euro will Dresden im kommenden Jahr für Brücken ausgeben. Dies erklärte Straßen- und-Tiefbau-Amtsleiter Reinhard Koettnitz am Montag vor Journalisten. Neben laufenden Reparaturen und kleineren Arbeiten fällt der Löwenanteil in Höhe von 23 Millionen Euro auf die  älteste Brücke der Stadt.

Schon zu Barbarossas Zeiten soll eine steinerne Brücke des römischen Baumeisters Matthaeus Focius – als Brückenmännchen an einem Pfeiler verewigt – an dieser Stelle Teil einer alten Handelsstraße über die Elbe gewesen sein. Die erste urkundliche Erwähnung von 1287 spricht von 24 Pfeilern und 23 Bögen. 1727 schuf Daniel Pöppelmann, Architekt des Zwingers, eine neue Brücke, die nach dem Bauherrn Augustusbrücke hieß.

Von 1907 bis 1910 bauten Herrmann Klette und Wilhelm Kreis die gegenwärtige Form der Elbquerung, benannt nach dem damaligen König Friedrich August. 1945 von Deutschen gesprengt, wurde sie nach vier Jahren Wiederaufbau in Georgi-Dimitroff-Brücke umbenannt. 1990 kehrte der Name Augustusbrücke zurück.

Im Rahmen der Beseitigung der Hochwasserschäden vom Juni 2013 will das Straßen- und Tiefbauamt ab dem ersten Quartal 2017 das Bauwerk mit seinen Anschlüssen zwei Jahre lang grundhaft instandsetzen. Dazu gehören das Freilegen der Pfeilergelenke, der Neubau von Bogen 1, die Sicherung der Brüstung, der Neubau des Straßenanschlusses, die Umgestaltung des Knotens Sophienstraße sowie die feste Fahrbahn.

In der Bauzeit können Fußgänger die Brückepassieren, Straßenbahnen werden umgeleitet, Autos auch. Danach soll die Augustusbrücke für den motorisierten Individualverkehr gesperrt bleiben.

Außerdem stehen laut Koettnitz rund 40 größere und kleinere Maßnahmen an Stützmauern, Durchlässen und Treppen an Gräben und Bächen auf der Agenda 2017. Insgesamt 1.517 Ingenieurbauwerke hat das Amt zu betreuen.

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