Gelungenes Familienstück am Dresdner Großen Haus

Jasper Diedrichsen als Ritter Kato und Thomas Kitsche als Mio im Schwertkampf Foto: David Baltzer

Mit „Mio, mein Mio“ landet das Staatsschauspiel einen Volltreffer. In dem Kinder- und Familienstück nach Astrid Lindgren beweist der Dresdner Schauspieler Matthias Reichwald sein Regietalent. Und auch alle anderen zeigen, was sie drauf haben. Zum Beispiel Andreas Barkleit am Licht, dessen Effekte im Zusammenspiel mit durchsichtigen Bühnenbildern, Pyro- und Feuereffekten so auf den Punkt landen, dass die Beleuchtung regelrecht mitspielt.

Apropos, mit spielt auch die klug dosierte Livemusik, je nach Charakter der Figuren von lyrischer Laute, zarter Flöte und mehrstimmigem Gesang bis Hardrock. So ist für alle etwas dabei, denn im Publikum sitzen Groß und Klein einträchtig beisammen. Und wenn ein Darsteller einen Eierkuchen ins Gesicht kriegt, lachen die Jüngsten und Oma flüstert: „Schauspieler machen ganz schön was mit.“

Stimmt – wenn Thomas Kitsche als Mio Anlauf nimmt und sich dem König an den Hals wirft, geht ein Raunen durch die Zuschauerreihen, wie souverän der starke Christian Mark seinen Kollegen auffängt.
Selbst wer das Buch oder den Film kennt, nimmt etwas mit aus dieser gelungenen Inszenierung: den sichtlichen Spaß der Theaterleute und einige klug platzierte Sätze wie: „Für die, die eine Menge Ärger in sich angesammelt haben, ist es ein Glück, manchmal zu weinen“ oder „Wer sich einlässt auf den Kampf, wird zum Trauervogel“ oder „Bist du sicher, dass es tapfer ist, nicht zu weinen?“

neben den Vormittagsvorstellungen auch am 11.12., 19 Uhr sowie Frühbuchertermine ab Januar,
Karten unter Tel. 0351 4913555 

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