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Dresden will für sozialen Wohnungsbau Garagen abreißen

Garagen-Gemeinschaften aus DDR-Zeiten in Dresden Foto: Norbert Neumann

Garagenkomplexe in Dresden blicken in eine unsichere Zukunft. Denn viele, exakt 34, stehen auf städtischem Grund und Boden. Der aber wird gebraucht: für bezahlbaren Wohnraum, für Kitas und Schulen. Da seit der Wende so manches städtische Tafelsilber verkauft wurde, wird der Platz für soziale Bauten nun knapp, sodass die zumeist nicht unterkellerten, eingeschossigen Reihen-Unterstände jetzt ins Visier geraten.

Errichtet haben die 964 Nutzer diese in der Regel schon zu DDR-Zeiten selbst, in Gemeinschaftsinitiative und auf eigene Kosten. Da hängt Herzblut dran. Deutlich zu spüren am Widerstand der Autobesitzer, der sich am Donnerstag vor dem Rathaus Luft machen will. Drinnen hat man es vielleicht schon geahnt und zunächst ohne Einbeziehung die Betroffenen geplant.

„Man wollte uns vor vollendete Tatsachen stellen“, schimpft Dietmar Leuthold. Der 67-Jährige hat den geplanten Protest am 15. Dezember mitorganisiert. Gegenwind bekommt er ausgerechnet von einem CDU-Mann. Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann sagt: „Die Stadt hat sich vorgenommen, auf eigenen Flächen vorrangig dem sozialen Wohnungsbau Rechnung zu tragen.“

Den Vorschlag der Mieter, die Grundstücke selbst anzukaufen, lehnt er weitestgehend ab. „Dies kommt nur für Flächen ohne bestehendes oder künftiges Baurecht in Betracht.“ Wo die Kaufwilligen demnach noch eine Chance hätten, „kann erst nach Einzelfallprüfung mitgeteilt werden“, so Vorjohann.

 

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