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Zunehmend Kriminalität und Scherben in der Dresdner Neustadt

Ein Pfandring am Müllbehälter vor der Scheune soll helfen, Glasscherben zu vermeiden. Foto: Una Giesecke

„Auch 2016 erwarten wir wieder eine leichten Anstieg an Straftaten in der Neustadt“, sagt der für Dresden-Nord zuständige Revierleiter Matthias Imhof. In der Ortsbeiratssitzung am Montag kamen die bekannten neuralgischen Punkte erneut aufs Tapet.

Das Thema ist nicht neu, in Einwohnerversammlungen wurden schon viele Vorschläge entwickelt. Neu ist, dass diese aufgegriffen und umgesetzt werden. So werden nun nach dem ersten Versuch vor der Scheune weitere neuen Abfallbehälter mit Pfandringen versehen. Statt Bierflaschen wegzuwerfen, können Besucher diese nun dort für die Sammler abstellen. Um Glasscherben großflächig zu vermeiden, hatte Ortsamtsleiter André Barth dies für alle 200 Papierkörbe in der Neustadt gefordert. Das Amt für Abfallwirtschaft will das System aber vorerst nur testen.

„Außerdem führen wir im Frühjahr das Rückgabesystem für pfandfreie Flaschen in den Spätshops ein“, verkündete der Ortsamtlseiter. Auch diese Idee war aus der Anwohnerschaft gekommen. Barth ergänzte: „Am Scheune-Vorplatz brennt nun auch nachts das Licht.“

Denn der hat sich zum Hotspot für Drogenkriminalität  entwickelt. Dealer treffen sich dort in aller Öffentlichkeit auf den Treppen zur Turnhalle und vor denen zum Lokaleingang. Als Gegenmaßnahme antwortet die Polizei mit Großeinsätzen. Ein Wagen steht in den Abend- und Nachtstunden direkt auf dem Platz. „Sowohl Anwohner als auch Gewerbetreibende spiegeln mir wider, dass diese vermehrte Präsenz positiv ist“, resümierte André Barth.

Meistverprechend jedoch klingt die Umsetzung der Forderung aus dem Kiez nach einem Neustadt-Kümmerer. „Ich hoffe, dass wir die Stelle bis zur warmen Jahreszeit besetzt haben“, sagt Barth. Die künftige Ansprechperson soll vor allem in den späten Abendstunden als Vermittler unterwegs sein.

Dies könnte auch die wiederaufgenommenen Gespräche mit dem Scheune-Verein befördern. „Wir wünschen uns, dass er Betreiber des Platzes wird“, unterstreicht der Ortsamtsleiter und zeigt sich offen gegenüber Ideen wie Nachtflohmarkt oder Concierge.

 

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