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Wann strahlt das Residenzschloss wieder?

So soll die Ausstellungshalle in zwei Jahren aussehen. Foto: Petra Hornig So soll die Ausstellungshalle in zwei Jahren aussehen. Foto: Petra Hornig

Gold ist eine der vorherrschenden Eindrücke im Dresdner Residenzschloss. Die Arbeiten für den Kleinen Ballsaal und den Langen Gang laufen hochtourig. Die beiden Prunk-Räume werden so aufwendig gestaltet, dass sogar der Bund Geld gibt. Die Augen von Sachsens Finanzminister Georg Unland (63, CDU) können sich gar nicht  sattsehen. Der Politiker steht auf einem Gerüst im Georgenbau des Residenzschlosses. Hier, im Kleinen Ballsaal, sollen ab Mitte 2018 Sonderausstellungen der Staatlichen Kunstsammlungen präsentiert werden.

Gewehrsammlung soll ausgestellt werden

Noch ist der elf Meter hohe Raum eine Baustelle. Doch unter der Decke haben Restauratoren bereits die Pracht des einst von König Johann (1801-1873) in Auftrag gegebenen Saals wiederauferstehen lassen. Doch der Schein trügt: Weil schon Sachsens frühere Herrscher knauserten, ziert nur Blattgold die Decke, darunter ist Gips, erzählt Ulf Nickol, Chef des Staatsbetriebs Sächsisches  Immobilien- und Baumanagement. „Die Kosten für den 1945 nahezu völlig zerstörten Saal betragen 6,1 Millionen Euro“, ergänzt er. 10,5 Millionen Euro kostet der Lange Gang nebenan. Die 100-Meter-Verbindung zum Johanneum (Verkehrsmuseum) soll ab 2019 den Zustand von 1733 zeigen – mit der legendären Gewehrgalerie von August dem Starken, der Tausende Meisterwerke der Büchsenmacherkunst gesammelt hatte.
Dann ist es auch nicht mehr weit bis zur endgültigen Fertigstellung des Schlosses, dessen Wiederaufbau 1987 begann. „Die Gesamtkosten werden einiges über 300 Millionen Euro liegen“, so Minister Unland. Die Rede ist von rund 340 Millionen. Aber der „Wert“ dieser Investition ist noch ein anderer als das fertige Schloss mit seinen Museen: „Wir haben mit der Rekonstruktion altes Handwerk bewahrt“, so Unland. „Unsere Fachleute sind wieder überregional gefragt, unter anderem am Berliner Stadtschloss!“
Diese Qualität ist auch dem Bund lieb und teuer. 2017 eingerechnet, schoss er seit 2012 rund 29 Millionen Euro fürs Schloss zu. (Torsten Hilscher/dawo)

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