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Sucht und Rausch in der Familie

Am 23. April ist Tag des Bieres. Foto: Axel Heimken/Archiv Am 23. April ist Tag des Bieres. Foto: Axel Heimken/Archiv

Dresden. Sucht betrifft nicht nur die Abhängigkeitskranken selbst. In Familien sind gerade die Kinder der Erkrankten, ihre Partner und engsten Freunde betroffen. Oft wird Risikoverhalten sogar direkt an die nächste Generation weitergegeben. Während in Familien zwar häufig Co-Abhängigkeiten zwischen Erkrankten und ihren Nächsten anzutreffen sind, kann die Familie allerdings ein wesentlicher Faktor zur Unterstützung der professionellen Suchtbegleitung und -prävention sein.

Unter dem Titel „Suchtkranke Eltern – Risiken und Ressourcen“ startet am Donnerstag, 7. September, 19 Uhr die Vortragsreihe „Sucht und Rausch. Das System Familie“ im Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Zum Auftakt der Reihe beschäftigt sich Dr. Jörg Reichert, Psychologe und Leiter des „Familie-Netzes“ an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, mit der Situation suchtkranker Eltern und thematisiert das Spannungsverhältnis von Drogenabhängigkeit und Kindeswohl. Er stellt die schwierige Frage: Sind suchtkranke Eltern befähigt, Kinder zu erziehen? Er geht in diesem Zusammenhang auch auf die damit einhergehende Verantwortung der Therapeuten ein.

Den zweiten Vortrag der Reihe hält Prof. Dr. Michael Klein, Professor für Klinische Psychologie und Suchtforschung, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Köln am Dienstag, 12. September, 19 Uhr zum Thema „Kinder suchtkranker Eltern. Unterstützung von Anfang an“. Er widmet sich aktuellen Therapie- und Unterstützungsangeboten für Kinder aus suchtbelasteten Familien und geht auf körperliche und psychosoziale Risiken in Kindheit und Erwachsenenalter ein.

Dresdens Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann freut sich über die neue Veranstaltungskooperation der Landeshauptstadt Dresden, des Dresdner Kinderhilfe e. V., der Sächsischen Landesärztekammer und des Deutschen Hygiene-Museums Dresden: „Es ist ein wichtiger Ansatz, das ganze System Familie zu betrachten. Zumal gesellschaftliche Stigmata nicht nur einzelne suchtkranke Familienmitglieder beeinträchtigen, sondern meist die ganze Familie. Eltern, egal ob suchtbelastet oder nicht, wollen ihren Kindern gute Eltern sein.

Die Vortragsreihe ‚Sucht und Rausch. Das System Familie‘ will analysieren, Fallbeispiele darstellen und Lösungen anbieten.“ Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei. Weitere Infos unter www.dhmd.de/veranstaltungen/vortragsreihe

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