Und wen wählt die Jugend?

Oberbürgermeisterwahloto: Arno Burgi/Archiv
Für die diesjährige Oberbürgermeisterwahl sucht die Stadt derzeit 4.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. // Foto: Arno Burgi/Archiv

Dresden. Neun Tage vor der Bundestagswahl, am 15. September, dürfen auch diejenigen wählen, die noch kein aktives Wahlrecht haben. In Dresden wurden hierfür 34 Wahllokale eingerichtet, in denen alle unter 18-jährigen ihre Stimme abgeben.

Organisiert werden die U18-Wahlen seit 1996 vom Bundesjungendring. Was damals nur in Berlin möglich war, geht heute auch bundesweit. Gewählt wird auf Stimmzetteln, auf denen die Namen und Parteien stehen, die auch zur Bundestagswahl zugelassen sind.

In Sachen haben sich 2013 etwa 200 000 junge Menschen beteiligt. Bei den Organisatoren hofft man in diesem Jahr auf eine Steigerung. Was aber zu beobachten ist: die Wahlergebnisse der U18-Wahlen zeigen, dass die Politikverdrossenheit unter den Jugendlichen gar nicht so hoch ist, wie oftmals befürchtet. Auch dass die jungen Wähler zu radikalerem Wählen neigen, können die Ergebnisse nicht bestätigen.

Am Tag der Wahl fährt auch die Wahlbahn durch Dresden. Sie startet um 15.30 Uhr an der Zeithainer Straße und fährt über Prohlis und den Fetscherplatz zur Webergasse. Ab etwa 18.10 Uhr stehen Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und einige der in Dresden antretenden Direktkandidaten am Postplatz Rede und Antwort. Wie bei der richtigen Wahl schließen die Wahllokale um 18 Uhr. Die Ergebnisse der U18-Wahl 2017 gibt es dann am Montag danach.

Und das sind die Ergebnisse der U18-Wahl aus dem Jahre 2013:

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN3260017,01 %
CDU/CSU5194827,10 %
FDP87644,57 %
PIRATEN2322012,12 %
SPD3904820,37 %
AfD-Alternative für Deutschland28001,46 %
Bayernpartei4430,23 %
BIG-Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit6590,34 %
Bündnis 21680,04 %
BüSo-Bürgerrechtsbewegung Solidarität1470,08 %
DIE FRAUEN3410,18 %
DIE LINKE148517,75 %
Die Partei19050,99 %
Die Rechte760,04 %
Die Violetten1500,08 %
Familien-Partei270,01 %
Freie Wähler13830,72 %
MLPD-Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands6160,32 %
NPD-Nationaldemokratische Partei Deutschlands61943,23 %

 

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