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Der neuntwärmste Sommer

Eine Kette liegt im trockenen Flussbett am Ufer der Elbe in Dresden. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv Eine Kette liegt im trockenen Flussbett am Ufer der Elbe in Dresden. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Der diesjährige Sommer war sehr sonnenscheinreich und zu warm im Vergleich zum Klimareferenzwert 1961–90, aber auch sehr windig und regnerisch. Dies teilte am Donnerstag die Landeshauptstadt mit. Insgesamt fielen 221 Millimeter Nass vom Himmel. Das entspricht 102 Prozent des Klimareferenzwertes.

Von den immensen Regenmengen, die Tief Rasmund Ende Juni mit sich brachte und die für verheerende Überschwemmungen unter anderem in Berlin sorgten, blieb Dresden zum Glück verschont. Obwohl es sich um eine ähnliche Wetterlage handelte, die 2002 und 2013 zu extremen Hochwassern der Elbe führte.

Die Mitteltemperatur der Sommermonate erreichte 19 Grad. Das sind +1,65 Grad über dem langjährigen Vergleichswert. Der Sommer 2017 ist damit der neuntwärmste Sommer seit 1961. Sechs Prozent länger schien die Sonne im Vergleich zu den zurückliegenden 26 Jahren. Das ist immerhin eine 40-Stunden-Arbeitswoche, die Klärchen da mehr leistete.

Juni am heißesten

Vor allem der Juni war besonders sonnig und mit +2,1 Grad auch der wärmste der drei Sommermonate 2017 im Vergleich zum Klimareferenzwert. Die Julitemperatur lag „nur“ +1,3 Grad und die Augusttemperatur „nur“ +1,6 Grad über dem Mittel. Heiße Tage wechselten sich immer wieder mit angenehm milden Tagen ab. Insgesamt wurden in Dresden-Klotzsche 39 Sommertage gemessen.

Der Referenzwert liegt bei 30,8 Tagen. An der seit Jahresbeginn laufenden Stadtklimastation in der Dresdner Neustadt war es deutlich wärmer: Dort überschritt das Quecksilber die 25-Grad-Marke an 54 Tagen. In der Äußeren Neustadt war es an 14 Tagen über 30 Grad heiß, in Klotzsche an fünf Tagen. Im Durchschnitt war es an der Messstation in der Dresdner Neustadt während des Sommers +1,4 Grad wärmer als an der Station Dresden-Klotzsche.

Ursachen seit 20 Jahren bekannt

Ursache dafür ist zum einen der Höhenunterschied von etwa 200 Metern. Zum anderen führen Bebauung und versiegelte Flächen – und damit verbunden Wärmespeicherung, verminderte Durchlüftung und Abwärme aus Industrie und Verkehr – zu einer weiteren Temperaturerhöhung. Neu ist das alles nicht. Bereits das Stadtklimagutachten 1996 bescheinigte der „Steinwüste“ Äußere Neustadt eine starke Überhitzung und empfahl Flächenentsiegelungen.

Inzwischen ist der Herbst eingekehrt. Am 22. September ist Tagundnachtgleiche. Danach verkürzen sich die Tage so schnell wie zu keiner anderen Zeit im Jahr – täglich um mehr als drei Minuten. Laut Deutschem Wetterdienst nimmt das Tageslicht im Verlauf des Septembers von 13 Stunden 29 Minuten auf 11 Stunden 42 Minuten ab.

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