Warnstreik in den Kitas

Eine Streikweste mit der Aufschrift "Warnstreik" und dem Verdi-Logo. Foto: Stefan Sauer/Archiv
Eine Streikweste mit der Aufschrift "Warnstreik" und dem Verdi-Logo. Foto: Stefan Sauer/Archiv

Morgen gilt: Es wird gestreikt. Der Sächsische Erzieherverband mit seiner Gewerkschaft dbb ruft für Dienstag alle Beschäftigten kommunaler Kindertageseinrichtungen in Dresden und Freital zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Das teilte die Gewerkschaft am Montagvormittag mit. Demnach sei von 11 bis 13 Uhr vor dem Dresdner Rathaus eine Mahnwache geplant.

Hintergrund des Ausstands ist die dritte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen, die am 15. und 16. April in Potsdam stattfindet. Vor diesem Termin wollen die Arbeitnehmervertreter den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch andere Gewerkschaften noch in dieser Woche ebenfalls zu Warnstreiks aufrufen.

Der Sächsische Erzieherverband hat seine Mitglieder in Dresden und Freital mittels Flugblatt für Dienstag, 10. April 2018, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Eine offizielle Information der Gewerkschaft über den Streikaufruf liegt der Landeshauptstadt Dresden vor. Entgegen anderslautenden Informationen der Gewerkschaft auf dem Flugblatt wurde mit der Landeshauptstadt Dresden keine Notdienstvereinbarung geschlossen. Es ist deshalb möglich, dass der Betrieb in einzelnen kommunalen Kitas und Horten beeinträchtigt wird. Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen geht allerdings davon aus, dass alle städtischen Kitas und Horte am 10. April geöffnet bleiben können. Die Betreuung der Kinder soll dadurch gesichert werden.

„Einen so schlecht kommunizierten Streik habe ich noch nicht erlebt. Das ist eine Zumutung für alle Beteiligten“, ärgert sich die Betriebsleiterin des Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen, Sabine Bibas, über die unzureichenden und falschen Informationen des Verbandes an die Eltern. „Würde der Verband tatsächlich zahlreiche Beschäftigte für einen Streik mobilisieren können, hätten Eltern so kurzfristig keine Möglichkeit mehr, eine alternative Betreuung für ihre Kinder zu organisieren“, so Bibas weiter. Der Eigenbetrieb hat sich aus diesem Grund entschieden, seine Kitas und Horte ganz normal zu öffnen. Bei Bedarf würden sich die Einrichtungen gegenseitig mit Personal aushelfen.

Zum Abruf aktueller Informationen hat die Landeshauptstadt Dresden auf der städtischen Internetpräsenz unter http://www.dresden.de/kitas-streik ein Informationsportal eingerichtet. Die Seite wurde bereits online gestellt. Zusätzlich wird der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen am Streiktag eine telefonische Service-Hotline schalten. Unter der Telefonnummer 0351-4885111 erhalten Eltern am 10. April ab 6 Uhr Auskunft, inwiefern ihre Kita vom Streik betroffen sein wird. (mja/DAWO!/Stadt Dresden)

www.dresden.de/kitas-streik

 

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