Antiker Stoff in die Moderne getragen

Starke Frauen gegen den Krieg: Anke Teickner, Julia Rani, Tine Josch, Sophie Lüpfert und Sandra Maria Huimann. (Foto: Hagen König)

Radebeul. Was für eine Rolle spielen Frauen in Kriegssituationen? Wie werden sie seit Menschheitsgedenken instrumentalisiert, benutzt und wann werden sie zu Akteurinnen? Inwiefern werden rituelle, archaische Verhaltensmuster sowie Clan- und Stammesstrukturen gerade im Krieg wieder sichtbar? Und welche Rolle spielen die heutigen Medien in der Reflektion von Kriegssituationen?

Zehn lange Jahre tobte der Trojanische Krieg. Durch die List des Odysseus ist die als uneinnehmbar geltende Stadt Troja zerstört und liegt in Schutt und Asche. Die überlebenden Frauen sind Gefangene und werden verlost. Als Sklavinnen für Haus, Hof und Bett werden sie von den Griechen in die Fremde verschleppt. Doch dabei belassen es die „Sieger“ nicht – sie ermorden ein Kind, damit es in ungewisser Zukunft nicht zur Bedrohung werden kann.

Mit ihrer, nach „Salome“, zweiten Inszenierung „Die Troerinnen – Mission accomplished“ stellt Sandra Maria Huimann erneut einen antiken Stoff ins Zentrum. Der Einbezug journalistischer Kriegsberichte, investigativer Hintergrundberichterstattung und Dokumentationen über heutige Kriegsführung setzt die antike Geschichte in aktuellen Zusammenhang. So werden die Konflikte in „Die Troerinnen“ noch einmal neu befragt, zugleich bekommt die universelle menschliche Frage nach der moralischen Verantwortung des Einzelnen in Extremsituationen eine neue Dimension.

Premiere feiert die neueste Regie-Arbeit von Huimann am Freitag, 20. April, um 20 Uhr im Projekttheater Dresden. Weitere Vorstellungen sind für Sonnabend, 28. April, um 19.30 Uhr sowie am Sonntag, 6. Mai, um 19 Uhr, auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen in Radebeul zu erleben. Eintrittskarten sind zum Preis von 13 Euro im Vorverkauf erhältlich. (oca)


Landesbühnen Sachsen
Meißner Str. 152, 01445 Radebeul

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