Wertschätzung für Pflegeberuf steigern

Ein Krankenpfleger schiebt einen Getränketrolley durch einen Flur. Foto: Gregor Fischer/Archiv
Ein Krankenpfleger schiebt einen Getränketrolley durch einen Flur. Foto: Gregor Fischer/Archiv

Dresden. Der 12. Mai steht als Feiertag ganz im Zeichen der Pflegeberufe. Denn dieses Datum feiert man auf der ganzen Welt als den sogenannten Internationalen Tag der Pflege (engl.: International Nurses Day). Das Datum dieses Aktionstages geht auf den Geburtstag der britischen Krankenschwester Florence Nightingale (1820 – 1910) zurück, die als Pionierin der modernen Krankenpflege gilt. Nightingale wird in Großbritannien vor allem für ihr Wirken während des Krimkrieges verehrt und firmiert aufgrund dieser Zeit dort auch unter dem Namen Lady with the Lamp, da sie während ihrer Einsätze im Feldlazarett die Verwundeten häufig auch im Schein einer Petroleumlampe pflegte und behandelte.

Wie wichtig es ist, die Bedeutung der Pflegeberufe immer verstärkter in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen, zeigt die aktuelle Situation in Deutschland. Mindestens 36.000 Stellen in der Pflege sind derzeit nicht zu besetzen, davon 26.000 Stellen für Pflegefachpersonen, also dreijährig ausgebildetes Pflegepersonal. Dem stehen deutlich weniger arbeitssuchende Fachkräfte gegenüber.

„Unsere Pflegekräfte verdienen mehr Wertschätzung und Anerkennung. Auch gute Arbeitsbedingungen sind dafür ein Ausdruck. Die Pflegestärkungsgesetze stellen die richtigen Weichen und verbessern die Rahmenbedingungen für die Pflege. Ich fordere die Arbeitgeber in Sachsen auf, diese Chancen zu nutzen“, appelliert Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch.

Mit den neuen Gesetzen wurden die Voraussetzungen für eine bessere Bezahlung in tarifgebundenen und nicht tarifgebundenen Pflegeeinrichtungen geschaffen. Auch können nun mehr zusätzliche Betreuungskräfte in den stationären Einrichtungen tätig sein. Diese entlasten die Pflegekräfte. Mit dem Einsatz der vereinfachten Pflegedokumentation bleibt den Pflegekräften mehr Zeit für die Pflege am Menschen.
Pflege wird aber nicht nur von professionellen Kräften geleistet. Ein Großteil der Pflege wird nach wie vor durch die Familie erbracht. „Unsere vielen pflegenden Angehörigen leisten einen unverzichtbaren Beitrag. Das kann man nicht hoch genug anerkennen. Und dies wird auch durch verbesserte Leistungen der Pflegeversicherung honoriert“, so Sozialministerin Klepsch.

Auch attraktive Arbeitsbedingungen wie familienfreundliche Arbeitszeiten, der Einsatz moderner Hilfsmittel, die Reduzierung befristeter Arbeitsverhältnisse zugunsten von Vollzeitbeschäftigung, aber auch Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen sind gewichtige Beiträge die Arbeitgeber erbringen können, um die Leistung der Altenpflegekräfte anzuerkennen.

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