Bunte Republik 2018 friedlich

Frühstückstisch und Kunstinstallation auf der Alaunstraße zur BRN 2018 Foto: Una Giesecke

Dresden. Gefühlt waren es weniger Gäste als in den Vorjahren, da alljährlich rund 150.000 Menschen zum Stadtteilfest die Bunte Republik (BRN) in die Äußere Neustadt strömten. Vielleicht lag es an der Fußball-WM, dass private Bildschirme und Publik-Viewing-Leinwände die Zuschauer vom BRN-Besuch am 16. und 17. Juni abhielten, obwohl sich auch im Festgebiet genügend Gelegenheiten boten, die Spiele zu verfolgen. Vielleicht hatten sich aufgrund der neuen Regelungen auch die Passantenströme verlagert und entzerrt, sodass an den bekannten Nadelöhren diesmal tatsächlich entspanntes Flanieren und Durchkommen möglich war.

Anett Lentwojt, Leiterin des BRN-Museums in der Prießnitzstraße 18, war hingegen positiv überrascht von rund 260 Besuchern am Wochenende. Besonders gefragt waren die Sonderschauen zu legendären Bandauftritten der Vorjahre und den originellsten Fashion-Outfits. Umlagert war ebenfalls die Passausgabe auf dem Martin-Luther-Platz samt Einbürgerungstest in die Spaß-Republik.

Deren Bürger hatten in diesem Jahr mehr Eigenverantwortung für die Organisation überschaubarer Abschnitte vor der eigenen Haustür übernommen. Als gelungen bezeichnete BRN-Koordinatorin Ulla Wacker dieses Konzept am Sonntagabend auf der Bühne auf dem Scheune-Vorplatz. Dort wurden zum Festausklang drei Publikumspreise an Inselverantwortliche überreicht. Die bunte Palme für die schönste Dekoration erhielt die Kunstmeile von Thomas Schreiter. Das beste Programm zeigte nach Meinung des Publikums die Weide der schwarzen Schafe hinter der Scheune. Die Auszeichnung für die nachbarschaftlichste Insel ging an das Vogelschutzgebiet an der Louisen-/Talstraße.

Dotiert waren die Keramiktäfelchen, die nun nach dem Vorbild der Goldenen Hausnummer an den Fassaden prangen werden, mit jeweils 333 Euro von der Stiftung Äußere Neustadt. Gabriele Bernard vom Vorstand beglückwünschte die Gewinner und dankte Anwohnern und Gästen: „Schön, dass die BRN in diesem Jahr so friedlich ist.“ Die Stiftung hat seit 1994 bereits 180 Kleinstprojekte im Stadtteil und für dessen behutsame Erneuerung gefördert.

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