Zwei TUD-Wissenschaftler ins Präsidium der Jungen Akademie gewählt

V.l.n.r.: Philipp Kanske, Kristina Musholt, Bernadett Weinzierl, Christoph Lundgreen (Sprecher). Nicht im Bild: Jonas Peters. (Foto: Die Junge Akademie/Peter Himsel)
V.l.n.r.: Philipp Kanske, Kristina Musholt, Bernadett Weinzierl, Christoph Lundgreen (Sprecher). Nicht im Bild: Jonas Peters. (Foto: Die Junge Akademie/Peter Himsel)

Der Psychologe und Neurowissenschaftler Prof. Philipp Kanske sowie der Althistoriker Dr. Christoph Lundgreen, beide Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden, gehören ab sofort und für ein Jahr dem fünfköpfigen Präsidium der „Jungen Akademie“ an. Dr. Lundgreen, akademischer Assistent an der Professur für Alte Geschichte, wurde dabei zum Sprecher der Jungen Akademie gewählt, die ein gemeinsames Projekt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina ist.

Gegründet vor dem Hintergrund, dass der wissenschaftliche Nachwuchs in Deutschland oft zu wenig Möglichkeiten hat, sich frei zu entfalten und das Wissenschaftssystem mitzugestalten, verfolgt die Junge Akademie vorrangig zwei Aufgaben. Einerseits unterstützt sie die Pflege des wissenschaftlichen, insbesondere interdisziplinären Diskurses unter herausragenden Nachwuchswissenschaftlern. Aber auch die Förderung von Initiativen an den Schnittstellen von Wissenschaft und Gesellschaft ist ein wesentliches Anliegen. Dazu verfügt jedes der insgesamt 50 Akademie-Mitglieder, die für fünf Jahre gewählt werden, über ein einmaliges Forschungsbudget von circa 30.000 Euro für gemeinsame wissenschaftliche Projekte. In der Wahl ihrer Arbeitsformen ist die Junge Akademie frei. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig in verschiedenen Arbeitsgruppen und dreimal jährlich im Plenum, um sich über ihre aktuellen Forschungsvorhaben auszutauschen und gemeinsame Projekte und Publikationen zu beschließen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat sie sich zum Modell und Vorbild für ähnliche Initiativen in zahlreichen Ländern entwickelt.

Zu den in diesem Jahr zehn neu gewählten Mitgliedern der Akademie zählen Physiker und Rechtswissenschaftler, aber auch die Fächer Medizin, Literatur- und Politikwissenschaft sind vertreten. In den kommenden fünf Jahren können sich die neuen Mitglieder in der Zusammenarbeit mit den übrigen 40 in Arbeitsgruppen zu Themen wie „Visualisierung“, „Wissenschaftspolitik“ oder „Kunst als Forschung“ organisieren und Projekte unterschiedlichster Ausprägung interdisziplinär bearbeiten. Ziel der Jungen Akademie ist es, den jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, sich neben ihrer eigentlichen Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft kreativ zu betätigen. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist eine herausragende Promotion, die zum Zeitpunkt der Wahl nicht länger als drei bis sieben Jahre zurückliegen sollte, sowie mindestens eine weitere herausragende Arbeit. Hervorragende Künstler können ebenfalls Mitglied in der Jungen Akademie werden. Dieses Jahr erfolgte die Zuwahl durch die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. 2019 wird die Zuwahl durch die Junge Akademie erfolgen.

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