Ausgebüxster Zoo-Ara will sich nicht einfangen lassen

Der Riesenpapagei aus dem Zoo Dresden sitzt in seinem Gehege (Foto von 2008). Der Papagei war am 16. September durch ein Loch in der Voliere ins Freie geflogen. // Foto: Zoo Dresden

Da genießt wohl jemand seine Freiheit – das Mitte September aus dem Dresdner Zoo ausgeflogene Hyazinth-Ara-Weibchen ist weiterhin froh und munter in Dresden unterwegs und denkt gar nicht daran, sich von Mitarbeitern des Zoos einfangen zu lassen. Befürchtungen, das Tier könne eingehen, sich verirren oder die Stadt verlassen, haben sich bislang noch nicht bewahrheitet.

Fester Futterplatz

Ganz im Gegenteil: Wie der Zoo bereits Ende Oktober mitteilte, habe sich das Hyazinthara-Weibchen offensichtlich auf einige Lieblingsplätze im Süden von Dresden spezialisiert und fliege mittlerweile fast täglich eine feste Futterstelle an, die mit der Hilfe einer Anwohnerin regelmäßig mit Nahrung für den Papageien versorgt wird. „In diesen Futterplatz setzen wir große Hoffnung“, heißt es aus dem Zoo. Doch laut Zoo-Mitarbeiterin Katrin Kretschmar konnte bislang noch kein Fangversuch den Erfolg bringen. Aktuell fahren die Vogelexperten an zwei Tagen in der Woche die Futterstelle an und reagieren weiterhin auf Anwohnerhinweise.

Vogel wird immer noch regelmäßig gesichtet

Laut Kretschmar melden sich weiterhin fast täglich Dresdner, die das Ara-Weibchen erspähen konnten. So zuletzt beispielsweise auf einem hohen Baum gegenüber der 116. Oberschule an der Feuerbachstraße. Diese Beobachtungen und die Erfahrungen der Vogelexperten aus dem Zoo lassen den Schluss zu, dass der Vogel „erkennbar fit“ sei, so Kretschmer. Der Zoo bittet daher die Dresdner, kein Futter gezielt für den Ara auszulegen. So ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der ausgebüxste Vogel weiterhin zu seiner festen Futterstelle fliegt und dort irgendwann wieder eingefangen werden kann. „Der Fangversuch muss von unserer Seite gut durchdacht sein, denn nach einem Misserfolg wird der Ara wahrscheinlich nicht mehr an diesen Ort zurückkehren“, heißt es auf der Facebook-Seite des Dresdner Zoos.

 

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