Gewerkschaft fordert Weihnachtsgeld für Gebäudereiniger

Gebaeudereiniger Udo Ackermann. // Foto: Robert Michael

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (Bau) fordert von den Arbeitgebern, dass die rund 7370  Gebäudereiniger in Dresden Weihnachten nicht länger leer ausgehen. „Wer sein Geld mit Saubermachen verdient, legt in der Regel nichts auf die hohe Kante. Der Lohn geht für die Miete, für Lebensmittel und für den Alltag drauf“, sagt IG-Bau-Bezirksvorsitzender Jörg Borowski.

Auch die rund 1720 Minijobber unter den Beschäftigten der Reinigungsbranche in Dresden sollen, wenn es nach dem Willen der IG BAU geht, vom Weihnachtsgeld profitieren: Sie würden einen halben Minijob-Lohn – also bis zu 225 Euro – extra zu Weihnachten im Portemonnaie haben. Generell können sich Tarifbeschäftigte eher über Weihnachtsgeld freuen als andere – aber nicht immer.

Droht ein Streik?

Denn laut den IAB-Forschern der Arbeitsagentur zufolge bekommt mindestens jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland kein Weihnachtsgeld, unter ihnen eben auch die Gebäudereiniger. Sollte es dort zu keiner Einigung mit den Arbeitgebern kommen, könnte ein Streik drohen. Das will man auf beiden Seiten aber verhindern.

Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft hat deshalb jetzt in ganz Sachsen zusammen mit den Reinigungskräften Weihnachtsgeld-Aktionen in Gebäudereinigungsunternehmen gestartet. „Der Countdown läuft – das Weihnachtsgeld ist in greifbarer Nähe. Wichtig ist, dass die Gebäudereiniger und Fensterputzer ihren Chefs in Dresden jetzt deutlich machen, dass sie sich den Extra-Lohn im Dezember nicht wegputzen lassen“, so Borowski. In Kürze wolle die IG BAU mit den Arbeitgebern über das Weihnachtsgeld verhandeln. Gelungen ist das im laufenden Jahr bereits beim ostdeutschen Bauhauptgewerbe.

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