Im Labyrinth der Gefühle – Dresdner Semperoper zeigt assoziatives Ballett

Duosi Zhu Errand und Christian Bauch tanzen den Gang ins innere Labyrinth. Foto: Ian Whale
Duosi Zhu Errand und Christian Bauch tanzen den Gang ins innere Labyrinth. Foto: Ian Whale

In der aktuellen Ausgabe des renommierten Tanzmagazins „Dance Europe“ wird das Semperoper Ballett als beste Ballettcompany des Jahres und als bester Ballettdirektor des Jahres der in Dresden amtierende Aaron S. Watkin genannt. Zum besten Tänzer des Jahres kürte die Zeitschrift Jón Vallejo, den ersten Solisten des Semperoper Balletts.

Zu erleben ist er in der aktuellen Aufführung „Labyrinth“, deren Premiere am 3. November vom Publikum gefeiert wurde. Kaum ein anderes Thema könnte besser in dieses Haus passen. Denn den Triumphwagen auf dem Operndach steuert Ariadne, die Göttin des Roten Fadens. Im griechischen Mythos hilft sie damit ihrem Geliebten, dem Labyrinth des Minotaurus zu entkommen.

Die Choreografie „Gang ins Labyrinth“ (Errand into the Maze) von 1947 dringt in den Irrgarten menschlicher Emotionen vor, zeigt den Kampf mit den inneren Dämonen, die Ariadne schließlich bei den Hörnern packt. Dem gegenüber gestellt ist kraftvolle, ästhetische Manpower in „Black Milk“ für fünf Tänzer. Die zwei Soloschlagzeuger an Marimbafonen kassierten Extra-Applaus.

Die Klammer des vierteiligen Abends bilden zu Beginn Paul Hindemiths Komposition „Die vier Temperamente“ von 1946 mit einer grafisch präzise auf die Noten passenden Choreografie, die an russische Klassik und Bauhaus erinnert, sowie zum Ausklang eine Uraufführung „Songs for a Siren“ mit assoziativen Bildern.

Aufführungen am 14., 16., 18. und 21.11., jeweils 19 bis 21.40 Uhr mit zwei Pausen, www.semperoper.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.