Putzen ohne „chemische Keule“: Tipps für den Frühjahrsputz

Im Haushalt greift man gern zur chemischen Keule, im Glauben, Putzen sei damit einfacher. Das stimmt nur bedingt- belastet aber die Umwelt. (Foto: Archiv)

Frühjahrsputz – neues Wohngefühl ohne großen Aufwand.

Keiner macht den Frühjahrsputz gerne. Doch einmal im Jahr ist bei vielen traditionell Großreinemachen angesagt. Mit einer Checkliste für den Frühjahrsputz geht das immerhin leichter. Um Hektik und Stress zu vermeiden, sollte ein Plan mit überschaubaren Stationen und einer realistischen Zeiteinteilung geschrieben werden. Auf der Liste sollte jeder Raum eingetragen werden und was dort zu tun ist. Die Reihenfolge der Räume beim Großreinemachen wird am besten nach dem eigenen Wohlbefinden festgelegt.

Beim Fensterputzen ist weniger oftmals mehr

Spätestens wenn die Sonne nicht mehr richtig durch die Scheiben dringt, wird es Zeit, die Fenster zu putzen. So geht es am besten: Zunächst werden die Scheiben innen und außen ordentlich mit einem gewöhnlichen Viskose- oder Mikrofasertuch eingeseift. Ein sogenannter Einwascher mit einer Querstange mit Lammfellbezug erleichtert diese Arbeit. Danach wird das Reinigungsmittel mit einem Abzieher, einem Handgerät mit Gummileiste, streifenfrei abgenommen. Zeitungspapier zum Nachwischen, Omas liebstes Hausmittelchen, ist da nicht mehr nötig. Danach die Rahmen innen und außen abputzen. Bei der Gelegenheit bietet es sich natürlich an, auch mal die Gardinen zu waschen.
Bei der Verwendung von Reinigern gilt allgemein: Weniger ist mehr. Denn zu viel an Tensiden, also an waschaktiven Substanzen, verschmieren nur die Flächen. Als Reinigungsmittel für die Fenster eignet sich am besten ein Gemisch aus fünf Litern Wasser mit ein paar Tropfen haushaltsüblichem Handspülmittel und etwas Spiritus. Ein spezieller und teurerer Glasreiniger ist nicht effektiv. Der ist nur dazu da, um kleine Fingerdapser schnell wegzumachen. Chemiekeulen haben im Haushalt generell nichts zu suchen. „Für den üblichen Haushalt reichen Hand-Spülmittel, Allzweckreiniger, Scheuermilch und ein saurer Reiniger auf Zitronensäurebasis völlig aus“, sagt Heribert Wefers vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland.

Einfache Mittel als „echte Wunderwaffen“

Besonders zu empfehlen ist daher der Frühjahrsputz ohne Chemiekeule: Essig, Zitronensäure, Natron und Waschsoda würden schon für die Reinigung des gesamten Haushalts reichen. In Kombination seien sie „echte Wunderwaffen“ und günstiger als Standardprodukte. Essig wirkt demnach gegen Kalk. Ähnlich ist auch Zitronensäure einsetzbar – sie ist aber geruchsneutraler. Wasser gemischt mit Natron in einer Sprühflasche sorgt für saubere Fenster oder Kühlschränke. Alle drei Mittel in Wasser verdünnt, sind für die Reinigung von säurebeständigen Böden und Arbeitsflächen geeignet. Waschsoda in Kombination mit Wasser ist ein Fett-Killer. Möbel kann man mit selbsthergestellter Politur aus Essig und Öl pflegen. Doch auch beim Öko-Frühjahrsputz dürfen die Handschuhe nicht fehlen. Denn Essig, Zitronensäure und Co. könnten die Haut reizen.

 

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